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  • Sticky Willlkommen in den Anti-Jagdblogs für Jagdgegner!

    Die Anti-Jagdblogs umfassen neben dem Blog für Anti-Jagd-Jagdgegner-News noch einen Blog für Jagdgegner-Texte, einen Blog für Anti-Jagd-Zitate, Witze & Jagdgegner-Sprüche und einen Blog für Tierrechte . Bestimmte Themen können am besten in den Tags gefunden werden.
    Daneben gibt es auch noch die Anti-Jagdgruppe bei Facebook

  • Offenburg: Stadt stellt auf Regiejagd um

    "Wir haben ein riesengroßes Problem im Waldbereich"

    Gemeinderat stimmt mit großer Mehrheit zu, dass die Stadt die Jagd in ihrem Auenwald künftig in eigener Regie führt.

    Die Idylle trügt: Es müssen mehr Rehe geschossen werden, um Verbissschäden im Wald einzugrenzen. 


    OFFENBURG (hsl).
    Die Stadt wird von April 2016 an den Jagdbetrieb im Offenburger Auenwald selbst in die Hand nehmen und durch sogenannte Regie-Jagd die Abschusszahlen deutlich erhöhen.

    Das hat der Gemeinderat nach erneut intensiver Debatte am Montag bei 27 Ja-Stimmen, elf Gegenstimmen und vier Enthaltungen beschlossen. Bei der Regie-Jagd werden die 1150 Hektar im Distrikt I des Auenwaldes in zehn Bezirke unterteilt. Jäger können sich dann für diese Bezirke einen Berechtigungsschein für jeweils ein Jahr sichern. Bisher wurde der Distrikt für jeweils neun Jahre an vier Jagdpächter vergeben. Wenn deren Verträge 2016 auslaufen, sollen sie nicht erneuert werden. Der Grund sind überaus starke Verbissschäden.

    "Wir wollen, dass sich unser Wald selbst verjüngt", stellte Oberbürgermeisterin Edith Schreiner klar. Das aber ist im Offenburger Auenwald seit vielen Jahren nicht mehr ausreichend der Fall. Laut einem Gutachten, das die Stadt in Auftrag gegeben hat, liegt der Verbissschaden im Distrikt I bei mehr als 75 Prozent. Im unmittalbar benachbarten Staatswald, wo vor sieben Jahren auf Regie-Betrieb umgestellt wurde, sind jetzt laut Baubürgermeister Oliver Martini sichtbare Erträge zu verzeichnen: "Trotzdem gibt es dort noch Rehe und einen Verbiss von 50 Prozent."

    http://www.badische-zeitung.de/offenburg/wir-haben-ein-riesengrosses-problem-im-waldbereich--88129395.html

  • Trophäenjagd: Anstoß zur Jagd mit Revolver


    NAPHA will in Namibia kontrolliert Handfeuerwaffen zulassen

    Weil in Namibia die Jagd mit Handfeuerwaffen nicht erlaubt ist, bleibt dem Land eine lukrative Zielgruppe, vor allem aus den USA, verwehrt. Das meint der Berufsjagdverband NAPHA, der für die Zulassung dieser Jagd wirbt, wenn diese einem regulierten und sachkundigen Ansatz folgt.


    Gary Smith (Bild) ist begeisterter Handfeuerwaffen-Jäger und Gründer eines entsprechenden Magazins. Er wurde vom Berufsjagdverband NAPHA eingeladen, um über die Jagd mit Handfeuerwaffen aufzuklären und den Bedarf zu verdeutlichen. Auf dem Bild ist der Jäger mit einem Streifengnu zu sehen, das er auf knapp 45 Metern mit einer Ruger 44 Magnum erlegt habe.

    Laut NAPHA gibt es keinen handfesten Grund dafür, dass in Namibia die Jagd mit Handfeuerwaffen streng verboten ist – zumal es einen Markt gibt, der mit großkalibrigen Spezialschusswaffen sich auf diese Jagd konzentriert. „Die Risiken bleiben gleich – ob nun mit dem Jagdgewehr oder einer Handfeuerwaffe“, sagte der jagdbegeisterte Herausgeber des „Hundgun Hunter Magazine“, Gary Smith, am Freitag in Windhoek, der zusammen mit dem renommierten Jäger und Autor Larry Weishuhn vom namibischen Berufsjagdverband (Namibia Professional Hunting Association, NAPHA) eingeladen wurde. Anlass war ein Arbeitstreffen, auf dem mit Regierungsvertretern eine eventuelle Gesetzesänderung diskutiert wurde.

    „Das Hauptargument gegen die Jagd mit Handfeuerwaffen ist, dass es an Durchschlagskraft fehlt“, erklärte Marina Lamprecht, Miteigentümerin der Firma Hunters Namibia Safaris. Zudem werde oft gemeint, dass die Präzision eines Jagdgewehrs nicht mit der einer Handfeuerwaffe zu vergleichen ist. Doch bei der Arbeitstagung wurde klar gemacht, dass dies ebenso für die Bodenjagd zutreffe, die in Namibia nur in einem als Bodenjagdareal registrierten Gebiet und unter Aufsicht eines professionellen Bogenjägers gestattet wird. Gerade wegen diesen strengen Auflagen und strikten Regulierung könne man die Bedenken auf ein Minimum reduzieren – einen ähnlichen Ansatz streben die Seminarveranstalter auch bei der Jagd mit Handfeuerwaffen an. Die Lobbisten schlagen beispielsweise Mindestanforderungen für die zur Jagd vorgesehenen Handfeuerwaffen vor: Es dürfe nur Revolver, Mehrlader oder eine Einzelschusswaffe mit Kaliber .284 genutzt werden, für Großwild mindestens Kaliber .375; dabei müsse der Lauf mehr als 17,7 Zentimeter lang sein und an der Mündung eine kinetische Energie von 1700 bzw. 2700 Joules besitzen.

    In erster Linie wollen Lamprecht und ihre Mitstreiter den Gebrauch von Handfeuerwaffen für die Trophäenjagd möglich machen. „Fakt ist, dass die Trophäenjagd 2,3 Prozent des namibischen Bruttoinlandprodukts generiert – sekundäre Produkte und Dienstleistungen werden bei dieser Ziffer gar nicht berücksichtigt“, so die Jagdenthusiastin. Während der vergangenen fünf Jahrzehnte sei man zu der Erkenntnis gelangt, dass die „selektive, ethische und nachhaltige Trophäenjagd“ in Namibia den Naturschutz fördere und aus wirtschaftlicher Sicht eine der lukrativsten Formen der Landnutzung darstelle. „Rund 80 Prozent der wilden Tierwelt Namibias leben außerhalb von Reservaten und in kommunalen Gebieten vermehren sich die wildlebenden Tiere. Außerdem gibt es dreimal so viel Wild auf privatem Land als in den 60ern – dem Beginn der Trophäenjagd in Namibia“, sagt Lamprecht.

    Namibia sei für viele Jäger wie Gary Smith und Larry Weishuhn durch das Jagdverbot für Handfeuerwaffen weniger attraktiv. Deshalb würden sie in andere afrikanische Länder wie Südafrika, Simbabwe und Mosambik reisen und dort jagen. „Die Zahl deutscher Staatsbürger, die zur Jagd nach Namibia reisen, ist in den vergangenen zehn Jahren von 1500 auf 1900 gestiegen; die Anzahl der aus den USA stammenden Trophäenjägern ist im selben Zeitraum von 150 auf 1500 geklettert. Damit ist der US-Markt für Namibia mit am wichtigsten“, erklärte Lamprecht, der zufolge zehn Prozent der US-amerikanischen Jäger eine Handfeuerwaffe bevorzugen – das seien knapp 1,5 Millionen potenzielle Jagdgäste.

    http://www.az.com.na/natur-umwelt/ansto-zur-jagd-mit-revolver.419354

  • Kaninchenjagd auf Alt-Lotter Friedhof ist eröffnet

    Förster will Plage beseitigen

    Den Friedhofs-Kaninchen auf der Spur sind Werner Nienhüser (von links), Ursula Wilm-Chemnitz und Detlev Laumeyer mit „Ilgo“. Foto: Ursula HoltgreweDen Friedhofs-Kaninchen auf der Spur sind Werner Nienhüser (von links), Ursula Wilm-Chemnitz und Detlev Laumeyer mit „Ilgo“.


    Lotte. Seit vielen Wochen ist die Kaninchenplage auf dem Alt-Lotter Friedhof Ortsgespräch. Auch im Rathaus mehrten sich die Klagen. Nach etlichen Recherchen und reiflicher Überlegung gibt es für kurzfristiges Handeln nur eine Lösung: die Jagd mit dem Gewehr.

    Lottes Umweltbeauftragte Ursula Wilm-Chemnitz hat es sich nicht leicht gemacht bei der Entscheidung für diese Lösung. Die Erlaubnis der evangelischen Kirchengemeinde – der Friedhof ist teils kirchlich, teils kommunal – liegt ihr mittlerweile vor; weiterhin die Genehmigung der unteren Jagdbehörde, die ihre Zustimmung aufgrund der besonderen Situation erteilt hat.

    „Das Problem ist schon lange bekannt, aber in diesem Jahr sind die Klagen sehr massiv geworden. Bedingt durch den milden Winter, haben die Kaninchen früh den ersten Wurf gehabt. Daher ist die Population in diesem Jahr stark gewachsen. Eine kurzfristige Lösung musste her. Ich habe bei umliegenden Kommunen nachgefragt, was dort praktikabel war. Schweren Herzens habe ich mich für das Bejagen entschieden“, berichtete sie.

    Kaninchenbabys auf der Schaufel

    Sehr bewegt habe sie eine Begebenheit, die ihr zugetragen worden sei: Bei der Grabpflege habe ein Angehöriger plötzlich mehrere frisch geworfene Kaninchen auf der Schaufel gehabt und sich darüber sehr entsetzt. Außerdem treffe es Friedhofsbesucher sehr, wenn liebevoll Gepflanztes am nächsten Tag komplett abgefressen sei und Grabstellen wiederholt mehrere Buddellöcher zeigten. „So etwas ist immer wieder ein Schock für die Angehörigen und das möchte ich ihnen gern ersparen“, betonte Ursula Wilm-Chemnitz.

    Aus diesem Grund nahm sie Kontakt zum Halener Werner Nienhüser auf; ein Fachmann schlechthin, denn er ist Mit-Jagdpächter in Wersen und Initiator der Waldjugendspiele für Grundschüler in Lotte und Westerkappeln. Dieser wiederum stellte die Verbindung zu Detlev Laumeyer her. Der wuchs in Wersen auf, wohnt in Lechtingen, ist Polizist und Mit-Jagdpächter eines Areals, in dem auch der Friedhof liegt. „Das Gebiet umfasst ungefähr das Dreieck von Frömel in Atter, Botterbusch und Wersener Golfplatz“, erklärte Laumeyer.

    Er muss die Auflagen der unteren Jagdbehörde für den Friedhof als „befriedeter Bezirk“ einhalten. Tierschutz und Jagdgesetz haben dabei Vorrang. Schrot als Munition ist verboten, hingegen sind Kleinkaliber-Gewehr und Z-Patronen erlaubt. Gezielt werden soll von einem höheren Ansitz aus oder mithilfe eines Schießstocks, auf den das Gewehr abgelegt wird.

    Mit dem Schießstock auf Kaninchen

    „Ich werde aufgrund der Gegebenheiten auf dem Friedhof den Schießstock einsetzen. Z-Patronen sind sogenannte Subsonic-Munition, die den Lauf mit Unterschallgeschwindigkeit verlassen. Dann ist der Knall auch schwächer, als mit herkömmlicher KK-Munition, damit sich die Anwohner nicht erschrecken. Ich bitte die Bevölkerung um Verständnis für die Betroffenen, die viel Liebe, Geld und Zeit in die Gräberpflege stecken und darum, dass die Absperrungen akzeptiert und eingehalten werden“, appellierte Detlev Laumeyer an die Vernunft der Bürger.

    Der erfahrene Waidmann weiß auch, dass er kein „notwendiges Elterntier“ erlegen darf, wie im Fachjargon Tiereltern bezeichnet werden, die zur Aufzucht ihrer Nachkommen aktiv sind. „Ich ziele nur auf fast Erwachsene und daher noch nicht geschlechtsreife Kaninchen und kleine Tiere, bei denen sicher ist, dass sie keine Nachkommen versorgen müssen“, betonte Laumeyer.

    Es ist ein besonders hoher Anspruch, der in diesem Umfeld an den Jäger gestellt wird. Für so einen Einsatz braucht er viel Erfahrung. Die hat Detlev Laumeyer. Wir können froh sein, dass er sich bereit erklärt hat“, anerkannte Werner Nienhüser das Engagement des Jagdkollegen.

    Derweil waren die drei mit Laumeyers Drahthaar Jagdhund „Ilgo“ über den Friedhof gegangen und verschafften sich Eindrücke von Spuren, die die Kaninchen hinterlassen haben. Laumeyer macht den Start der Aktion, zu der er „Ilgo“ mitnimmt, abhängig vom Terminplan.

    Jagd beginnt am Sonntag

    „Denkbar ist es, dass ich erstmals am kommenden Sonntag hier bin“, sagt Laumeyer, der mittlerweile mit fachkundigem Blick zwei Spurenschwerpunkte der Kaninchen entdeckt hatte. „Immerhin haben wir vier Tiere in der kurzen Zeit gesehen, die wir hier sind. Das sind schon recht viele“, resümiert Nienhüser.

    In den frühen Sonntag-Morgenstunden wird Detlev Laumeyer also mit aller gebotenen Aufmerksamkeit in dem „befriedeten Bezirk“ Stellung beziehen: „Die Zeit früh morgens ist am besten.“ Verschließbare Türen zum Friedhof bat er zu verriegeln und offene Eingänge abzusperren. „Wer dann in diesem Bereich Schüsse hört, sollte Ruhe bewahren und nicht gleich die Polizei rufen“, betonte der erfahrene Waidmann.

    Derzeit sind alle Beteiligten zuversichtlich, dass die Aktion nachhaltigen Erfolg haben wird. Und wenn nicht: Die Ausnahmegenehmigung der unteren Jagdbehörde ist für drei Jahre erteilt worden.

  • Streit in Reidewitz: Verdrängen Nilgänse die heimischen Tiere?

    Die Nilgans mit drei ihrer sechs Kleinen. Die vorsichtigen Tiere bleiben nachts meist im Wasser und sind so für den Fuchs unerreichbar. 

    Der Dorfteich in Reidewitz bietet den Anwohnern und Gästen eine neue kleine Attraktion: eine Familie von Nilgänsen. Ein Ganter und eine Gans hatten zu Sommerbeginn das idyllisch im Grünen gelegene Fleckchen entdeckt und sich hier niedergelassen. Offenbar hat die Gans irgendwo in der Nähe gebrütet, denn plötzlich schwammen die sechs Kleinen neben ihren Eltern im Teich. Nun pendeln etliche Reidewitzer regelmäßig zum Teich, um die Gäste vom fernen Nil zu beobachten. Neben großen Karpfen, Blesshühnern und Wildenten scheinen sich die Neuankömmlinge am kleinen Gewässer wohlzufühlen.

    Ähnliches könnte laut König auch bei den Nilgänsen passieren. An natürlichen Feinden haben sie hier höchstens den Waschbär, der Eier aus den Nestern rauben kann, oder den Fuchs. Gejagt werden dürfen die gefiederte Gäste vom Nil in den meisten deutschen Bundesländern, darunter auch in Sachsen-Anhalt, nicht, da sie nicht auf der Liste der jagdbaren Tiere stehen.

    Niedlich oder aggresiv?

    „Das Gesetz sollte geändert werden“, plädiert Peter König im Namen der Jägerschaft. „Manche Leute sind dagegen, weil sie die Nilgänse niedlich finden. Aber auch der Waschbär sieht niedlich aus - zumindest so lange, bis er auf dem eigenen Dachboden sein Unwesen treibt.“

    Wenn nicht niedlich, so doch zumindest interessant finden die Reidewitzer die Gäste vom Nil. Gerhard Hause kommt mehrmals am Tag vorbei, setzt sich auf die Bank und beobachtet das Treiben auf dem Teich. Auch Horst Straße, Ortsbürgermeister von Freist, gesellt sich manchmal dazu.

    Ihren Beobachtungen zufolge verhält sich die Nil-Gänse-Familie keinesfalls aggressiv. Als Beispiel zeigen Hause und Straße eine Wildente, die immer zusammen mit der Gans und den Kleinen schwimmt und von den Nilgänsen nicht angegriffen wird. Diese Ente verscheucht sogar eine andere Artgenossin, wenn diese der Gesellschaft zu nah kommt.

    „Und das Blesshuhn, das bringt den kleinen Nilgänsen sogar aufgeweichte Brötchen-Teile “, will Hause sogar beobachtet haben.

    http://www.mz-web.de/hettstedt/dorfteich-in-reidewitz-gaeste-vom-nil,20640988,27960496.html

  • Vermoderter Hochstand umgestürzt - Jagdpächter tot

    Symbolbild

    In Wildalpen im Bezirk Liezen ist am vergangenen Wochenende ein Jagdpächter beim Umsturz eines Hochstands ums Leben gekommen. Die vermoderten Holzpfosten gaben nach, als der 64-Jährige den fast vier Meter hohen Hochsitz betreten hatte.

    Zu dem Unglück kam es laut Polizei entweder Samstagabend oder Sonntagfrüh. Gefunden wurde der tote 64-Jährige aus dem Bezirk Scheibbs (NÖ) dann am Sonntag von seinem Schwiegersohn.

    Holzpfosten waren stark vermodert

    Der Jagdpächter hatte den fast vier Meter hohen Hochstand bestiegen, die vier stark vermoderten Holzpfosten hielten dieser Belastung aber nicht mehr stand: Der gesamte Hochsitz stürzte in sich zusammen.

    Der 64-Jährige, der selbst für die Instandhaltung des Hochstandes zuständig gewesen war, zog sich tödliche Kopfverletzungen zu. Ein Fremdverschulden kann laut Polizei ausgeschlossen werden.

    http://steiermark.orf.at/news/stories/2660077/

  • ZDF-Doku: "Im Einsatz für Elefanten" - Interview mit Hannes Jaenicke

    Im RNZ-Interview spricht der Schauspieler über seine neue ZDF-Doku, die Jagd nach Elefanten in Kenia und darüber, was jeder Einzelne tun kann, um die Dickhäuter zu schützen

    'Eines Tages wird jeder verstehen, dass man mit einem lebenden Elefanten sehr viel mehr Geld verdienen kann als mit einem toten.' Hannes Jaenicke über Elefantenjagd. Foto: dpa
    'Eines Tages wird jeder verstehen, dass man mit einem lebenden Elefanten sehr viel mehr Geld verdienen kann als mit einem toten.' Hannes Jaenicke über Elefantenjagd.

    In einem blutigen Krieg ums Elfenbein werden jährlich 40.000 Elefanten getötet. Tierschützer befürchten, dass die illegale Jagd die Elefanten in Afrika in weniger als zehn Jahren ausrotten könnte. Der deutsche Schauspieler Hannes Jaenicke, der auch in Hollywood Fuß gefasst hat, hat in Kenia mit Wissenschaftlern, Wildhütern und Wilderern gesprochen. Herausgekommen ist eine berührende TV-Dokumentation, die am 31. Juli um 22.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt wird. RNZ-Mitarbeiter Olaf Neumann sprach im Vorfeld mit dem 54-jährigen "Grimme"-Preisträger und Naturschützer.

    Herr Jaenicke, in der ZDF-Dokumentation "Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Elefanten" treffen Sie Tierschützer, Wissenschaftler und Wildhüter, die den Afrikanischen Elefanten vor dem Aussterben bewahren wollen. Konnten Sie in Kenia feststellen, dass die Dickhäuter uns Menschen ähneln?

    Ja, und zwar sehr viel mehr, als ich dachte. Man geht immer davon aus, dass Primaten uns am ähnlichsten sind. Aber Elefanten sind uns mindestens genauso ähnlich. Zum Beispiel darin, wie sie trauern oder wie sie zu ihren "Friedhöfen" zurückgehen. Sie haben sogar Beerdigungsrituale. Die Art, wie sie ihren Nachwuchs aufziehen, ähnelt uns so sehr, dass einem fast die Spucke wegbleibt.

    In dem Film rücken Sie tierischen Kraftprotzen auf die Pelle. Gab es auch gefährliche Situationen?

    Wir haben wochenlang in allernächster Nähe mit diesen Tieren gedreht, ohne dass etwas Gefährliches passiert wäre. Man muss einen Elefanten wirklich schon dumm und respektlos piesacken, bevor er einen angreift oder ein Auto umschmeißt.

    Was hat Sie bei dieser Arbeit am meisten erschüttert oder sogar wütend gemacht?

    Erstens der Umstand, dass im Moment nur noch zwischen 400.000 und 420.000 Afrikanische Elefanten am Leben sind. Und es werden jedes Jahr zwischen 30.000 und 40.000 abgeschossen. Jeder Erstklässler kann sich ausrechnen, wie lange es dieses Tier noch gibt. Zweitens haben wir in Kenia mit diversen Wissenschaftlern und Organisationen gedreht, die ihr Leben dem Schutz von Elefanten gewidmet haben. Die päppeln "Waisenkinder" mühsam mit unendlich viel Liebe, Leidenschaft und Geld hoch, dann werden diese mit zehn, elf Jahren ausgewildert und wenn sie Pech haben, treffen sie drei Nächte später auf Wilderer und sind tot. Der Aufwand, der getrieben wird, um diese Spezies am Leben zu halten, macht wahlweise Hoffnung oder traurig und wütend. Es war großartig, mit Elefantenforschern zu sprechen, die gemeinsam mit den Kenianern unfassbar wertvolle Arbeit leisten. Die Wilderer sind kriminelle Banden und Terroristen, die größtenteils gar nicht aus Kenia kommen. Der kenianische Wildlife Service tut viel, um dieses Tier zu retten. Das hat gute Gründe, Kenias größte Einnahmequelle ist der Tourismus. An einem lebenden Elefanten verdient man mehr als an einem toten.

    Unter welchen Bedingungen arbeiten die Menschen, die sich dem Schutz der Elefanten verschrieben haben?

    Es kommen regelmäßig Ranger ums Leben. Die Hintermänner sind Asiaten. Die Zulieferer in Afrika verdienen eh nur einen Bruchteil von dem, was insgesamt mit Elfenbein verdient wird. Das echte Geld wird erst in Asien gemacht. Das Verhältnis der Chinesen zur Natur ist tatsächlich verbesserungsbedürftig. Der gesamte Straßenbau in Afrika wird von Chinesen gemacht. Im Gegenzug kriegen sie von den jeweiligen Ländern die Bodenschätze. Im Fahrwasser dieser Straßenbaufirmen kommen Chinesen nach Kenia, um zum Beispiel in der Nähe des Samburu-Nationalreservats einen Mopedladen aufzumachen. Seit diese Leute da sind, wird in diesem Gebiet plötzlich massiv gewildert. Ein lukratives Nebengeschäft, denn diese Chinesen heuern Afrikaner zum Wildern an und verticken das Elfenbein dann nach Asien weiter.

    Liegt es allein an China, dass der Handel mit Elfenbein heute wieder floriert?

    China ist die Haupttreibkraft. Der größte Markt für Elfenbein ist China, dahinter folgt Vietnam, weil man dort glaubt, Elfenbein kuriere Krebs. Die Philippinen als größte katholische Nation der Welt sind ein Riesenmarkt für religiöse Artefakte aus Elfenbein, hauptsächlich Kruzifixe und Marienstatuen, auch Japan hat immer noch eine Tradition an Elfenbeinschnitzereien. Der Vatikan betreibt eine Elfenbeinschnitzerei. Es ist eine bunte Klientel, die bis heute offensichtlich mit Elfenbein immer noch hantiert und damit Geld verdient.

    Offiziell ist der Handel mit Elfenbein seit 1989 weltweit verboten. Trotzdem werden jedes Jahr bis zu 40.000 Elefanten getötet. Wie kann das passieren?

    1996 wurde der Fehler gemacht, die Lagerbestände aus Afrika zu verkaufen in dem Glauben, damit den Markt sättigen zu können. Es war der größte Fehler, der je gemacht wurde. Seitdem ist der Markt völlig explodiert. Die Kenianer haben längst Schnüffelhunde, die Elfenbein aufspüren können. Für den deutschen Zoll ist Elfenbein aber überhaupt kein Thema, danach wird im Gepäck nicht einmal gesucht. Natürlich reisen viele Asiaten per Flugzeug über Deutschland. Mit etwas Glück findet der Zoll vielleicht mal ein Reptil. Aber weltweit wird viel zu wenig gemacht, um Elfenbeinschmugglern auf die Schliche zu kommen.

    Und solange im Circus Krone auf brutale Art abgerichtete Elefanten jeden Abend mit Röckchen und Krönchen auf dem Kopf Kunststückchen vorführen müssen, sind wir Deutschen um keinen Deut besser als Afrikaner oder Asiaten, die mit Elfenbein Geld machen. Wir Deutschen machen mit Elefanten auf andere Weise Geld, indem wir sie in Zirkussen auftreten lassen. Und beklatschen das auch noch. Die Süddeutsche Zeitung hält das für eine ganz tolle Show. Ich verstehe auch nicht, warum in Deutschland immer noch Tiger und Löwen durch brennende Reifen springen dürfen. Wo bleibt ein Gesetz gegen Wildtiere im Zirkus wie z. B. in Österreich?

    Müssen wir uns über kurz oder lang an ein Afrika ohne Elefanten gewöhnen?

    Ich gehe davon aus, dass irgendwann die Welt kapieren wird, dass es zu spät ist, und dann wird es wahrscheinlich in Ländern wie Botswana, Kenia und Tansania konsequent geschützte Nationalparks geben. Eines Tages wird jeder verstehen, dass man mit einem lebenden Elefanten sehr viel mehr Geld verdienen kann als mit einem toten. In Ruanda hat man bereits einen Nationalpark für Berggorillas eingerichtet. Er bringt unglaublich viel Geld ein. Man macht auch mit Whale Watching sehr viel mehr Geld als mit Walfang.

    Was tut Kenia konkret, um die Wilderei zu bekämpfen?

    Es gibt in jedem Nationalpark Ranger vom Kenia Wildlife Service. Die rennen zu Fuß mit alten Kalaschnikows durch die Gegend und leben echt gefährlich. Die Wilderer rücken zum Teil in Hubschraubern und mit Heckler & Koch-Gewehren aus Bundeswehrbeständen an.

    Wie stehen die Einheimischen generell zu den Wilderern?

    90 Prozent der Einheimischen bekämpfen die Wilderer, zum Beispiel, indem diese aus ihrer eigenen Gemeinde ausgeschlossen werden. Die Afrikaner wissen sehr wohl, dass ihre Natur Gold wert ist und geschützt werden muss. Aber das Problem sind Kenias Nachbarstaaten. Die Kriegsflüchtlinge aus Sudan und Somalia wollen in Kenia um jeden Preis überleben. Die berüchtigten islamistischen Al-Shabaab-Milizen aus Somalia finanzieren sich laut US-Geheimdiensten zu 60 Prozent aus dem Elfenbeinhandel. Würde man diesen Handel weltweit effektiv stoppen, hätte man Al-Shabaab den Geldhahn zugedreht. Deswegen redet Obama beim Thema Elfenbein von einem "matter of national security". Da sind wir in Europa noch ein bisschen hinterher.

    Wie verhalten sich andere afrikanische Länder?

    Botswana hat zum 1.1.2014 die Großwildjagd endlich komplett verboten. In Kenia ist das schon seit 30 Jahren der Fall. Leider gibt es immer noch reiche Deutsche, Österreicher, Russen oder Amerikaner, die tatsächlich gegen eine Gebühr von bis zu 100.000 Dollar Elefanten knallen gehen. Herr Wedekind vom Umweltministerium in Thüringen hat sich noch am 23. Dezember 2013 dabei fotografieren lassen, wie er in Botswana einen Elefanten geschossen hat. Gleiches gilt für Carlos von Spanien, seinerzeit noch Ehrenpräsident des WWF.

    Würde es helfen, den Elefanten das Horn präventiv zu entfernen, damit die Wilderer nichts mehr davon haben?

    Dann stirbt der Elefant, er braucht nämlich den Stoßzahn zuallererst zum Wasserlochbohren und um Nahrungsmittel aufnehmen zu können. Zudem ist der Stoßzahn voller Nerven. Das Nashorn hingegen kann tatsächlich ohne sein Horn leben.

    Was kann jeder Einzelne tun, um Elefanten und anderen Tieren ein artgerechtes Leben zu ermöglichen?

    Spenden ist das einfachste. Ich persönlich habe ein "Patenkind", das finanziere ich über die Aktionsgemeinschaft für Artenschutz (AGA) in Stuttgart, eine großartige kleine NGO. Ganz wichtig wäre auch ein Gesetz, das in Deutschland diese ganze Zirkustierhaltung verbietet. Tiger, Löwen, Elefanten und Robben haben in einem deutschen Zirkus nichts verloren.

    Was kann Ihre Dokumentation bewirken?

    Mein Geldbeutel ist eine ausgesprochen scharfe Waffe. Wenn es mir nicht passt, wie die Chinesen mit den Menschenrechten und der Umwelt umgehen, dann muss ich ja nicht Sachen kaufen, auf denen "Made in China" draufsteht. Das Gleiche gilt für andere Länder. Wir kaufen zum Beispiel Öl in Saudi-Arabien. Dort werden Frauen und Homosexuelle zu Tode gesteinigt. Darüber beschwert sich keiner, aber das Gas von Putin finden wir alle ganz schmutzig.

    http://www.rnz.de/rnzleute/00_20140726060000_110722862-Hannes-Jaenicke-Mein-Geldbeutel-ist-eine-schar.html

  • Detmold: Hochsitz in Flammen

    Brennender Hochsitz: Keine Verletzte

    Gelungener Einsatz

    Gelungener Einsatz

    Detmold. Zu einem brennenden Hochsitz wurden am Samstagabend des 25. Julis, um 21:16 Uhr das Hauptamtliche Personal und der Löschzug Mitte gerufen. Passanten waren auf den Brand aufmerksam geworden und hatten die Feuerwehr gerufen.

    Da der Hochsitz am Ende eines bewirtschafteten Feldes lag, wurde ein geländegängiges Fahrzeug der Löschgruppe Diestelbruch angefordert. Mit 2 C-Rohren konnte der Brand gelöscht und ein Übergreifen der Flammen auf nebenstehende Bäume verhindert werden.

    Der Einsatz unter Leitung von Stadtbrandinspektor Jens-Ulrich Plöger war nach ca. einer Stunde beendet. Es wurde niemand verletzt.

    http://www.lz.de/aktuelles/aktuelle_meldungen_aus_der_region/11195425_Brennender_Hochsitz.html

  • Neugestaltung der Jagdgesetze: Anachronistische Privilegien

    Naturschutzverbände fordern neue Regeln für die Jagd. Die Jäger hingegen pochen auf ihre Jagdrechte. Hier die Position eines Naturschützers.

    Den Jägern gehen die neuen Jagdgesetze zu weit. 

    In Deutschland gibt es gut 360.000 Inhaber eines Jagdscheins, das sind gerade mal 0,44 Prozent der Bevölkerung. Dennoch ist ihr Einfluss auf Politik und Verwaltung erstaunlich groß. Dies ist aktuell an der Reform der Landesjagdgesetze in Bundesländern wie Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein zu beobachten. Obwohl die Länder lediglich von ihrer Gesetzgebungskompetenz Gebrauch machen, die sie auf Grund der Föderalismusreform seit 2006 besitzen, sind die Debatten zu diesen Prozessen gekennzeichnet durch eine hohe Emotionalität.

    Nach dem Bundesjagdgesetz hat die Jagd vor allem eine dienende Funktion. Ziel ist die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen, also der Erhalt und die Verbesserung der Lebensräume für Wildtiere. Gleichzeitig soll eine Beeinträchtigung der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft durch Wildschäden vermieden werden.

    Dies sind unterstützenswerte Ziele, doch wie sieht es mit deren Umsetzung aus? Im März dieses Jahres hat die Bundesregierung Zahlen zur Lage der Natur veröffentlicht. Ergebnis: Insgesamt 60 Prozent der untersuchten Tier- und Pflanzenarten und 70 Prozent der Lebensräume befinden sich in einem schlechten oder unzureichenden Erhaltungszustand. Durch fehlende Nahrung und Deckung verschlechtern sich die Lebensbedingungen für die meisten Tierarten – darunter auch viele Arten, die für die Jäger von Interesse sind.

    Es gibt in Deutschland keine bundesweit einheitliche Erhebung von Wildschäden, weder auf dem Feld noch im Wald, zudem fehlt eine Zusammenführung der Daten. Deshalb kann nicht festgestellt werden, ob durch die Bejagung einzelner schadensrelevanter Tierarten wie Reh, Wildschwein, Rot- und Damhirsch die Wildschäden zu- oder abnehmen. Für ein ernst zu nehmendes Wildtiermanagement sind jedoch konkrete Schadensdaten unerlässlich.

    Die Notwendigkeit der Jagd wird oft damit begründet, dass die fehlenden Großraubtiere wie Wolf, Luchs und Bär zur Regulation der Wildtiere notwendig sind. Doch können mit Hilfe der Jagd tatsächlich Wildtierbestände reguliert werden? Die Entwicklung der Abschusszahlen einiger Tierarten der letzten Jahrzehnte belegt, dass dies nicht möglich ist.
    So wurden in den 1930er Jahren in Deutschland ca. 40.000 Wildschweine, 650.000 Rehe, fast 2 Millionen Rebhühner erlegt und der in Nordamerika heimische Waschbär wurde zu dieser Zeit in Nordhessen ausgesetzt. Heute werden jährlich gut 600.000 Wildschweine, 1,2 Millionen Rehe und über 100.000 Waschbären, aber gerade mal 4.000 Rebhühner erlegt. 

    Bejagung hat kaum Einfluss

    Obwohl all diese Tierarten bejagt werden, entwickeln sich deren Bestände demnach extrem unterschiedlich. Während Rehe und Wildschweine von der intensiven Landwirtschaft durch einen großflächigen Anbau von energiereichen Pflanzen profitieren, gehen andere Arten wie Rebhuhn und Feldhase stark zurück. Der Waschbär hingegen findet in weiten Teilen Deutschlands gute Lebensbedingungen und breitet sich trotz Bejagung aus. Dies zeigt deutlich, dass die Bejagung von Wildtieren kaum einen Einfluss auf deren Populationsentwicklung hat.

    Der Deutsche Jagdverband und die Landesjagdverbände sind wie der Nabu anerkannte Naturschutzverbände. Doch die politischen Debatten zur Reform der Landesjagdgesetze machen die Unterschiede zwischen den Verbänden besonders deutlich. Während der Nabu erheblichen Reformbedarf an den seit gut 60 Jahre nahezu unveränderten Jagdgesetzen sieht, sträuben sich die Jagdverbände gegen jegliche Veränderung.

    Ein Knackpunkt ist die Liste der jagdbaren Arten: Dem Bundesjagdgesetz unterliegen heute 145 Arten, davon ist fast jede dritte Art wie Habicht, Knäkente, Luchs und Wildkatze nach nationalen und europäischen Naturschutzgesetzen streng geschützt. Der Nabu bekennt sich zu einer naturverträglichen Jagd als einer Form der Landnutzung, wenn sie den Kriterien der Nachhaltigkeit entspricht und ethischen Normen nicht widerspricht. Nach dieser Systematik können in Deutschland derzeit 12 Arten gejagt werden. Dazu zählen Rehe, Wildschweine, Rothirsche und Stockenten.

    Der Nabu tritt daher dafür ein, dass die Liste der jagdbaren Arten auf diese Tierarten eingeschränkt wird. Die Jagdverbände hingegen wollen noch mehr Tierarten ins Jagdrecht aufnehmen, darunter geschützte Arten wie Wolf, Kormoran und die verschiedenen Rabenvögel, die nur in einigen Bundesländern derzeit im Jagdrecht sind.

    Jagdzeiten einschränken

    Ein weiterer Streitpunkt sind die Jagdzeiten. Füchse, Waschbären, Wildkaninchen und Wildschweine dürfen in vielen Bundesländern ganzjährig bejagt werden. Eine Zeit ganz ohne Jagd gibt es bisher in keinem Bundesland. Dies wäre aber gerade in den kalten und nahrungsarmen Monaten im Winter und zu den Aufzuchtszeiten notwendig. Wir fordern eine Vereinheitlichung der Jagdzeiten auf die Monate September bis Dezember. Doch die Jagdverbände wollen an den bisherigen Jagdzeiten festhalten und beschwören Wildschweinplagen und die Ausbreitung von Seuchen herauf, wenn Füchse und Wildschweine im Winter nicht mehr bejagt werden können. Die Erfahrung der vergangenen Jahrzehnte zeigt allerdings, dass die derzeitige Form der Jagd die Wildschweinbestände weder begrenzt noch reduziert hat.

    Die zunehmenden Probleme mit den Wildschweinen müssen in Zusammenarbeit mit den Landwirten gelöst werden. Vor allem die Ausweitung des Maisanbaus zur Energiegewinnung hat zu wachsenden Wildschweinpopulationen geführt. Eine Reduzierung der Maisflächen und mehr Vielfalt auch auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen könnten mit dazu beitragen, die Belastungen durch Wildschweine zu mildern.

    Sollte zum Schutz von seltenen Arten auch die Jagd von Raubtieren wie Marderhund, Mink oder Waschbär erwogen werden, dann muss auf jeden Fall das Wildtiermanagement dem Naturschutzrecht unterliegen.

    Blei und Fallen müssen weg

    Viele weitere Punkte, die auch zu den Forderungen des Nabu gehören, werden bei den Überarbeitungen der Jagdgesetze kontrovers diskutiert: Verbot von bleihaltiger Munition, Fütterungsverbot von Wildtieren, kein Abschuss mehr von Hunden und Katzen, das Verbot der Bau- und Fallenjagd, Regelungen für die Laufzeit von Pachtverträgen sowie die Etablierung eines Wildtiermanagementsystems mit entsprechender wissenschaftlicher Begleitung. Anstatt konstruktiv mitzuarbeiten, verweigern sich die Jäger selbst aufwendig ausgehandelten Kompromissen, wie es aktuell gerade in Baden-Württemberg passiert.

    „Unabdingbare Voraussetzung für die Erreichung der nationalen und europäischen Naturschutzziele ist es daher, dass Naturschutz noch stärker als bisher als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden und gelebt wird“, so ein Fazit der Bundesregierung im Bericht zur Lage der Natur. Es ist mehr als fragwürdig, ob die organisierte Jägerschaft als anerkannter Naturschutzverband die gesamtgesellschaftlichen Ziele des Naturschutzes unterstützt. Die irrationalen Debatten der letzten Monate machen einmal mehr deutlich, dass es den Jägern vorrangig um die Verteidigung ihrer teils anachronistischen Privilegien geht.

    http://www.taz.de/Neugestaltung-der-Jagdgesetze-/!143063/

  • Bayern: Jäger betonen ihre Unschuld an der Wildschweinplage

    Wie nur kamen die Wildschweine in bayrische Regionen in denen es vor dem 2 WK noch gar keine gab? Da haben doch nicht etwa Jäger für die Wildschweinjagd..... ?


    Wildschweine sind in Bayern in Scharen unterwegs. Viele Bauern und Förster werfen den Jängern mangelnden Schusseifer vor. Doch die Jäger wehren sich.

    Die Wildschweine vermehren sich in Bayern explosionsartig. Die bayerischen Jäger fühlen sich deswegen zu Unrecht an den Pranger gestellt.
     

    Die Wildschweine vermehren sich in Bayern explosionsartig. Die bayerischen Jäger fühlen sich deswegen zu Unrecht an den Pranger gestellt. Nach Ansicht des Bayerischen Jagdverbands ist die Wildschweinplage nicht auf Untätigkeit der Jäger zurückzuführen, sondern auf viele andere Faktoren.

    Wildschweine seien intelligent

    Eine große Vermehrungsfreude, ein reichhaltiges Nahrungsangebot, milde Winter und nicht zuletzt die Vielzahl der Maisfelder, in denen die Wildschweine sich unsichtbar machen können - diese Gründe nannte BJV-Präsident Jürgen Vocke. Und außerdem seien die Wildschweine intelligent: «Wenn man immer sagt, du bist ein dummes Schwein, dann ist das völlig falsch», bemerkte der frühere CSU-Politiker.

    66.000 Schweine letztes Jahr zur Strecke gebracht

    Vocke betonte, dass die bayerischen Jäger im vergangenen Jahr 66 000 Schweine zur Strecke brachten - so viele wie noch nie zuvor. Doch dafür ernteten die Jäger nicht Lob, sondern Kritik. «So schön ist das auch nicht, im Herbst und Winter draußen in der Kälte zu sitzen und dann noch zu hören: Ihr seid unfähig», klagte der Jagdpräsident. «Dann sucht euch eure Jäger selbst.» 

    Vocke prophezeite, dass die Zahl der Wildschweine weiter steigen werde, da der vergangene Winter sehr mild gewesen sei. «Wir werden heuer im Herbst ein echtes Problem mit den Sauen haben.»

    Wildschweinfachmann wirft Jägern fehlendes Wissen und Egoismus vor

    Insbesondere zwischen Jägern und Bauern gibt es seit Jahren Konflikte, weil die Schweine sich seit Ende des Zweiten Weltkrieges in vielen Landesteilen Bayerns verbreitet haben, in denen es früher gar kein Schwarzwild gab. Unmittelbarer Anlass der Pressekonferenz war die Kritik, die der vom Landwirtschaftsministerium beauftragte Experte Niels Hahn kürzlich im Landtag geäußert hatte: Der Wildschweinfachmann hatte den Jägern fehlendes Wissen und Egoismen vorgehalten in der Jägerschaft und außerdem gegenseitige Schuldzuweisungen und mangelhafte Kommunikation von Jägern, Bauern, Förstern, Privatwaldbesitzern und Behörden kritisiert.

    Über dieses Projekt und seine Ergebnisse ärgert sich der Jagdverband besonders - nicht zuletzt, weil die Jäger zur Finanzierung auch etwa 360 000 Euro aus der Jagdabgabe beisteuerten.

    http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Jaeger-betonen-ihre-Unschuld-an-der-Wildschweinplage-id30764992.html

  • Ebay: Schwänze echter Wölfe zum Verkauf angeboten?

    Und das soll erlaubt sein? Proteste bei Ebay könnten Abhilfe schaffen. 

    Ebay-Anzeige: Exklusiv Schwänze echter Wolf Pelz

    Preis: 50 EUR

    http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/exklusiv-schwaenze-echter-wolf-pelz/225389912-155-16235?ref=search

     


    Ebay Kleinanzeige

    Ort:
    52525 Nordrhein-Westfalen - Heinsberg

    Erstellungsdatum: 24.07.2014
    Anzeigennummer: 225389912

    Beschreibung

    Exklusiv
    Schwänze echter Wolf Pelz
    Original

    1 Stück von Kaninchen
    1 Fuchskragen
    Original

    Ich verkaufe alle Stücke 50 €

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  • Wildschweine beim Poolbesuch erschossen

    Eine Wildschweinrotte suchte bei Leipzig nach einer ausgiebigen Mahlzeit im Rapsfeld offenbar dringend eine Abkühlung – und wurde in Threna fündig.


    Diese beiden Wildschweine flitzten zusammen mit fünf weiteren "Familienmitgliedern" durch einen Garten und stürzten sich in den Swimmingpool – bei strahlendem Sonnenschein und knapp 30 Grad im Schatten sicher eine willkommene Erfrischung.

    Wildschweine sind gute Schwimmer und fühlten sich in dem kühlen Nass offensichtlich sauwohl. Sie drehten Runde um Runde. Die Besitzerin des Pools schaute in der sicheren Entfernung aus einem Fenster ihres Hauses zu.

    Nachdem die Wildschweine aber längere Zeit im Swimmingpool verweilten und ihn entweder nicht verlassen wollten oder konnten, rief die besorgte Besitzerin den Jäger und sechs der Tiere bezahlten ihr gepflegtes Bad mit dem Leben. Sie wurden erschossen bzw. mit einem Jagdspieß erlegt. Eine Alternative gab es nach Aussage des Jagdpächters nicht. Die Wildschweine hätten panisch auf die Anwesenheit von Menschen reagiert und wären letztendlich qualvoll ertrunken. Lediglich ein Tier erkannte wohl den Ernst der Lage und floh rechtzeitig.

    http://www.mdr.de/sachsen/schweine-im-pool100_showImage-1_zc-f035da42_zs-9f2fcd56.html

  • „Greifvogel fällt runter? Alles klar!“ - Interview mit Axel Hirschfeld zum Vogelschutz auf Malta


    Dieser Storch hat seinen Zwischenstop auf Malta nicht überlebt


    Geschützte Vogelarten leben in Malta gefährlich. Axel Hirschfeld hat etwas dagegen.

    Sie enden im Kochtopf oder werden in Vitrinen ausgestellt: Ein Zwischenstopp auf Malta kann für Zugvögel tödlich sein. Obwohl das Land seit 2004 Mitglied der EU ist und die Vogelschutzrichtlinie übernommen hat, werden bedrohte Arten wie Schreiadler oder Bienenfresser immer noch zuhauf abgeschossen. Ein Interview mit Axel Hirschfeld, der gemeinsam mit Freiwilligen Jagd auf die Wilderer macht.

    "Vielen Jägern geht es einfach nur darum, eine Trophäe zu sammeln.

    Herr Hirschfeld, wenn man als Tourist im Frühjahr oder Herbst nach Malta reist, sieht man immer wieder Einheimische, die mit Flinten wild in die Luft ballern. Was ist da los?

    Es ist praktisch unmöglich, das nicht zu beobachten, wenn man zur richtigen Zeit da ist. Im Frühling und im Herbst fliegen unsere Zugvögel nach Afrika, beziehungsweise sie kommen von dort aus ihren Winterquartieren zurück ins Brutgebiet. Die Vögel schaffen es gerade bei schlechten Wetterbedingungen nicht in einem Rutsch übers Mittelmeer und brauchen auf der Mitte der Strecke einen sicheren Ort für einen Zwischenstopp. Und hier kommt Malta ins Spiel.

    Ja, aber warum schießen die Malteser denn gleich auf die Vögel, die bei ihnen landen?

    Die meisten wollen einfach nur eine seltene Trophäe haben. Andere verkaufen die Vögel auch an Sammler, denen eine bestimmte Farbvariante vielleicht noch fehlt. Wir hatten jetzt im Herbst zusammen mit der Polizei eine große Beschlagnahmung bei einem Jäger, den wir erwischt haben. Der war erst 24 Jahre alt und hatte schon über 100 Greifvögel gesammelt und geschossen. Allein in einer seiner Vitrinen waren mehr Baumfalken als im gesamten Rhein-Sieg-Kreis brüten, wo ich herkomme. Wenn man sieht, was ein einzelner Jäger schon für einen Schaden anrichtet, möchte man sich gar nicht ausmalen, wie viel das auf Malta in der Summe ist. Schrecklich.

    Die Vogeljagd ist also illegal?

    Nein. Turteltauben und Wachteln dürfen auf Malta legal geschossen werden. Das dient den Jägern als Alibi, um das ganze Jahr mit der Flinte draußen zu sein. Die Vogelarten, deretwegen wir aktiv sind, sind seltene Falken, Adler, Greifvögel, Pirole, Bienenfresser. Arten, die bei uns auf den Roten Listen stehen und mit viel Steuergeldern und persönlichem Engagement von Vogelfreunden geschützt werden. Dieser ganze Aufwand wird durch die Wilderei im Mittelmeer zunichtegemacht. Die schönsten Vogelschutzgebiete nützen nichts, wenn sie leer bleiben, weil die Vögel auf Malta im Kochtopf oder in der Trophäensammlung landen.

    Wenn es in einem Land Tradition ist, Vögel zu schießen, kann man doch schwer dagegen argumentieren, oder? Die Inuit dürfen doch auch Wale jagen.

    Tradition muss man natürlich zu einem gewissen Grad akzeptieren. Aber wenn eine Tradition gesellschafts- und umweltschädlich ist, ist es an der Zeit, darüber nachzudenken, ob man die Tradition nicht einfach beendet. Man könnte die Vogeljagd ja auch durch Tontaubenschießen oder Ähnliches ersetzen. Aber die maltesischen Jäger werden natürlich sofort bestreiten, dass das eine vernünftige Idee ist.enn es in einem Land Tradition ist, Vögel zu schießen, kann man doch schwer dagegen argumentieren, oder? Die Inuit dürfen doch auch Wale jagen.

     

    Ist es nicht ein bisschen seltsam, wenn Sie als Deutscher in ein fremdes Land reisen und den Einheimischen sagen, was sie tun und lassen sollen?

    Wir sind eine Organisation mit Sitz in Deutschland, aber unsere Freiwilligen kommen aus vielen verschiedenen Ländern. Zum Beispiel aus England, Schweden, Frankreich oder Holland. Es sind genauso die Vögel der Malteser, wie es die Vögel der Deutschen und der Franzosen sind. Als Malta 2004 Mitglied der EU wurde, hat das Land die Europäische Vogelschutzrichtlinie übernommen. Das war ein großer Fortschritt. Ich denke, die Mehrheit der Einwohner Maltas ist auf unserer Seite und gegen die Wilderei. Die haben schon verstanden, dass es um die Haltung zu einem gemeinsamen europäischen Naturerbe geht.

    Woher nehmen Sie die Zuversicht, dass die Mehrheit der Malteser hinter Ihnen steht?

    Das wird sich jetzt zeigen. Wir werden im kommenden Jahr zum ersten Mal ein Referendum auf Malta haben. Es wird darüber abgestimmt werden, ob im Frühling weiterhin Vögel gejagt werden dürfen oder nicht. Das ist in keinem anderen Land der EU erlaubt. Vögel, die im Frühling in die Brutgebiete zurückkehren, sind besonders wertvoll für die Population, weil sie später wieder Nachwuchs erzeugen.

    Sie organisieren zweimal im Jahr sogenannte Vogelschutzcamps auf Malta und in anderen Ländern. Wie dürfen wir uns das vorstellen, ist das so etwas wie Work and Travel, Urlaub mit ein bisschen Arbeit?

    Nein, mit Urlaub hat das überhaupt nichts zu tun. Das ist harte Arbeit. Jede Saison kommen 30 bis 40 Leute zu uns, die wir in Teams aufteilen. Die postieren wir strategisch an den Einflugkorridoren und Schlafplätzen der Vögel. Natürlich nehmen wir nicht jeden, da gibt es ein Auswahlverfahren. Die Leute müssen zum Beispiel Englisch sprechen, teamfähig sein und Vögel bestimmen können. Unsere Leute filmen mit Videokameras die abfliegenden und ankommenden Vögel. Greifvogel fällt runter? Alles klar! In dem Moment versuchen wir, den Wilderer zu kriegen, und rufen sofort die Polizei.

    Es soll angeblich rund 15.000 Vogeljäger und -fänger auf Malta geben. Die können Sie doch mit 40 Freiwilligen niemals kontrollieren ...

    Natürlich gehen uns viele Wilderer durch die Lappen. Aber wir schnappen genug, um den anderen Angst zu machen. Bestimmte Gebiete haben wir dadurch beruhigen können.

    Die Voraussetzungen zur Teilnahme an einem Ihrer Vogelschutzcamps lesen sich ziemlich abenteuerlich. Da steht zum Beispiel: „Auch will der Umgang mit bewaffneten Wilderern gelernt sein.“

    Unsere Leute müssen vorsichtig sein. Sie sollen deeskalieren und niemanden provozieren. Man hat sich als Vogelschützer schon schnell mal eine Ohrfeige gefangen. Es wurden auch schon Autos abgefackelt oder Windschutzscheiben zertrümmert.

    Zweimal im Jahr überwachen Freiwillige die Jagdgebiete auf Malta

    Zweimal im Jahr überwachen Freiwillige die Jagdgebiete auf Malta

    Der Schriftsteller Jonathan Franzen, der an mehreren Ihrer Vogelschutzcamps teilgenommen hat, wurde auf Zypern ebenfalls von Wilderern angegriffen. Das ist also normal?

    In bestimmten Situationen wird es sehr, sehr gefährlich. Wir raten unseren Freiwilligen: In dem Moment, in dem ein schimpfender, wilder Jägermob auf euch zurennt, haut ab. Manche Wilderer fühlen sich aber trotzdem von uns provoziert und drehen durch. Dieses Jahr haben wir schon einen Fußgelenksbruch und einen Trommelfellriss zu beklagen. Wirklich schwer verletzt wurde aber zum Glück noch nie jemand. Auf Malta haben wir teilweise auch eine professionelle Security-Firma, die unsere Teams begleitet.

    Wer tut sich so einen Ärger denn an, anstatt in den Strandurlaub zu fahren?

    Unsere Camps sind sehr gemischt. Da sind Rentner dabei, junge Leute, Tierschützer, Vogelgucker. Nach vielen Jahren wissen wir, wie wir eine gute Gruppe zusammenbekommen.

    Sie betonen immer wieder, wie hart die Arbeit im Vogelschutzcamp ist. Wird einem denn auch mal gedankt?

    Wenn man morgens auf Malta im Gelände mit unseren T-Shirts unterwegs ist, kriegt man nur Stinkefinger gezeigt und wird von den Jägern beleidigt. Wenn man mit demselben T-Shirt in der Fußgängerzone unterwegs ist, kommen auf einmal Leute auf einen zu, die einem die Hand schütteln wollen und uns Tipps geben, wo wir Wilderer finden können. Wir bekommen auf Malta also auch Anerkennung für das, was wir tun.

    Seien Sie ehrlich: Auch wenn man früh auf den Beinen sein muss und ständig beleidigt wird – es macht doch sicher auch ein klein wenig Spaß, Teilnehmer bei einem Vogelschutzcamp zu sein, oder?

    Na ja, die Leute kommen jedes Jahr wieder. Es muss ihnen also auch Spaß machen.

    http://www.fluter.de/de/137/thema/13095/

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    Axel Hirschfeld ist Mitglied des Komitees gegen den Vogelmord e.V.

    Mehr zu Arbeit des Vereins findet ihr hier.

    Wer sich für die Sicht der maltesischen Jäger auf das Thema interessiert, sollte mal auf der Seite des Jagdverbandes FKNK vorbeischauen.

    Alle Fotos: Mitglied des Komitees gegen den Vogelmord e.V.

  • Ausgebüxtes Damwild von Mülheimer Jägern erschossen

    Ausgebüxtes Damwild von Mülheimer Jägern erschossen

    Der Zettel am Zugang zum Witthausbusch erinnert an das getötete Wild.

    Mülheim-Holthausen.   Das verheerende Unwetter von Pfingstmontag hat auch das Damwild-Gehege im Witthausbusch beschädigt. Einige Kühe und Hirsche entkamen. Sechs von ihnen sind am Wochenende erschossen worden - zum Entsetzen der Anwohner. Jetzt hat sich auch die Stadt zu den Vorfällen geäußert.

    Für Generationen von Mülheimer Kindern war das Tiergehege im Witthausbusch ein beliebtes Ausflugsziel. Seit dem Unwetter an Pfingsten aber ist der Wald und damit der Weg zu Damwild, Mufflons und all den anderen tierischen Bewohnern versperrt. Selbst wenn das Idyll eines Tages wieder freigegeben wird, könnte es sich deutlich unterscheiden von seinem einstigen Zustand. Hunderte Bäume sind beschädigt, viele ganz zerstört – und womöglich wird auch das Damwild-Gehege aufgegeben, deutete jetzt Frank Lenz an, Schatzmeister des verantwortlichen Vereins „Tierfreunde Witthausbusch“.

    Auslöser für das Gespräch mit Lenz waren Anrufe und Redaktionsbesuche von aufgebrachten Anwohnern: Das wunderbare Damwild, welches beim Sturm ausgebüxt sei , werde „einfach erschossen“, beklagte etwa Jutta Zimmermann (74). Unter Tränen berichtete sie von einem Zettel am – weiterhin verschlossenen – Zugang am Von-Behring-Platz. Eine Art Todesanzeige hänge da am Zaun: „R.I.P. Damwild“ steht dort, zu Deutsch „Ruhe in Frieden Damwild“.

    „Ich konnte die Schießerei am Freitagabend gut hören“

    Und weiter: „Es tut mir unendlich leid, dass Du/Ihr gestern Abend (Nacht & Nebel) auf der Wiese abgeknallt wurdet! An diejenigen, die es angeordnet haben: Lasst Euch den Braten schmecken.“ Dass die handzahmen Hirsche und Kühe getötet worden seien, könne sie keinesfalls hinnehmen, sagte Zimmermann – „die Tiere sind doch wichtig für uns; sie sind etwas für die Seele“.

    Auch Nachbar Michael Adam (49) ist entsetzt vom Geschehen: „Ich konnte die Schießerei am Freitagabend gut hören und habe am Samstag frisches Blut auf den Waldwegen gefunden.“ Er verstehe nicht, warum das passiert sei, „zumal in der Schonzeit“. Er habe aber gehört, dass sich die Jäger mit Gefahr im Verzug herausgeredet hätten. „Das tun sie immer, wenn sie mal wieder etwas auf die Gabel brauchen.“ Anstelle der tödlichen Schüsse, so findet Adam, hätte man die Tiere betäuben und ins Gehege zurückbringen sollen. „Vor welchem Hintergrund hat man in unserem Freizeit- und Erholungspark herumgeschossen?“, fragt er.

    Tiere zum Abschuss freigegeben

    Lucia Lenkeit (45) möchte ebenfalls wissen, auf welche Gesetze sich die Verantwortlichen beziehen. Sie hatte am Freitag auf der Wiese am Spielplatz beobachtet, wie „zwei Männer mit Flinten“ hinter den Tieren hergelaufen seien. „Ich habe extra noch mit dem Schlüsselbund gerappelt, damit sie aufgeschreckt werden und fliehen können.“ Genützt habe es nichts; „die Schüsse waren klar zu hören“.

    Dass die Tiere zum Abschuss freigegeben worden sind, bestätigte Stadtsprecher Volker Wiebels. Der Verein habe „das Eigentum daran aufgegeben“, nachdem zunächst erfolglos versucht worden sei, Hirsche und Kühe mit Futter zurück ins Gehege zu locken. Durch diese Eigentums-Aufgabe seien die Gehegetiere zu Wildtieren geworden, und man habe sie waidgerecht erlegen dürfen.

    Schilder warnen vor Wildwechsel

     Das sei im Übrigen schon deshalb gerechtfertigt, „weil sie spätestens, wenn der Wald wieder auf ist, zu einem Problem geworden wären“. Es bestehe die Gefahr, dass sie von Hunden Richtung Straße gehetzt und in den Verkehr geraten könnten. „Deshalb haben wir bereits Schilder aufgestellt, die vor Wildwechsel warnen.“ Zudem könnten sich die Tiere im Wald schlecht allein ernähren – „sie sind dran gewöhnt, mit Raufutter versorgt zu werden, also mit Gras oder Heu“.

    Vereinsvorstand Frank Lenz bedauert die Entwicklung, „wir sind alle bedröppelt – doch wir haben getan, was wir tun mussten“. Die Idee, die Tiere per Betäubung einzufangen und ins Gehege zurückzubringen, sei gescheitert an gesetzlichen Vorgaben: „Dafür braucht man eine unmittelbare Gefahr, die vom Tier ausgeht – die hatten wir hier natürlich nicht.“

    Und auch ohne Sturm hätte man Teile des Damwildes irgendwann erschießen müssen: aus Platzgründen und wegen Inzuchtgefahr. Wie’s weitergeht? Lenz ist sich unsicher; man überlege in viele Richtungen. Womöglich wird das Damwild ganz abgeschafft oder das Gehege nur noch mit weiblichen Tieren betrieben. „Jetzt wird erst mal aufgeräumt – dann sehen wir weiter“, sagt er.

    http://www.derwesten.de/staedte/muelheim/ausgebuextes-damwild-von-muelheimer-jaegern-erschossen-id9596253.html


    An dieser Stelle konnten die Hirsche aus dem Gatter entkommen

  • Frankreich: Jagd sabotiert - 500 Euro Geldbuße - Chasse à courre sabotée: 500 Euro d'amende


    Symbolbild

    29/04/2014

    Drei französische Jagdgegner, die eine Jagd mit Hunden im Wald von Rambouillet (Yvelines) störten wurden am Dienstag jeweils zu 500 Euro Geldstrafe durch den Gerichtshof von Versailles verurteilt. Eine Jagdgegnerin mit weniger Einkommen, wurde zu 300 Euro Geldstrafe verurteilt.

    Der Strafgerichtshof fand sie schuldig. "Auch wenn keine Gewalt verwendet wurde, wurde die Jagdstöraktion von ihnen koordiniert und organisiert. Der Antrag von der Vereinigung der Jagd Crew Bonnelles-Rambouillet auf 5000 Euro Schadensersatz wurde allerdings abgelehnt.

    Der Fall geht zurück auf den 20. Oktober 2007. Auf einem Reitweg im Wald von Rambouillet (Yvelines), wurden laut Jäger, sie von fünfzig Perrsonmen, die schwarz gekleidet und maskiert waren heftig angegriffen. Crew Bonnelles-Rambouillet, schwingende Netze und Stöcke gegen die Reiter und ihre Pferde zu erschrecken, um Schreie der "Assassins".

    http://www.lefigaro.fr/flash-actu/2014/04/29/97001-20140429FILWWW00234-chasse-a-courre-sabotee-500-d-amende.php

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    Chasse à courre sabotée: 500€ d'amende

    Trois militants de l'association Droit des animaux qui s'étaient violemment opposés à une partie de chasse à courre dans la forêt de Rambouillet (Yvelines) ont été condamnés ce mardi à 500 euros d'amende chacun par le tribunal de Versailles. L'un d'eux, aux revenus moindres, a vu le montant de cette amende assorti d'un sursis portant sur 300 euros.

    Le tribunal correctionnel, qui les a relaxés des accusations "d'entrave à liberté d'association", les a reconnus coupables des faits "de violences en réunion". "Même en absence d'action physique (...) l'action a été concertée et organisée", a estimé le tribunal.

    La demande de 5.000 euros de dommages et intérêts par l'association de chasse, l'équipage de Bonnelles-Rambouillet, qui s'était constituée partie civile, a en revanche été rejetée.
    Le 20 mars dernier, le parquet avait requis entre 300 et 600 euros d'amende et souligné les "méthodes inacceptables" des trois militants de la cause animale mis en examen suite au dépôt de plainte, en 2009, de l'association de chasse après une première plainte classée sans suite.

    L'affaire remonte au 20 octobre 2007. Sur une piste cavalière en forêt de Rambouillet (Yvelines), selon la version des chasseurs, une cinquantaine de personnes vêtues de noir et masquées avaient "violemment agressé" l'équipage de Bonnelles-Rambouillet, en brandissant des filets et des bâtons contre les cavaliers et leurs montures pour les effrayer, aux cris d'"Assassins!".

    La chasse à courre, pratique ancestrale controversée, consiste pour des veneurs à pied ou à cheval à poursuivre en "équipage" un animal sauvage avec une meute de chiens jusqu'à l'hallali.

    Die Jagd umstritten stammten Praxis ist für Jäger zu Fuß oder mit dem Pferd weiter zu "Crew" ein wildes Tier mit einem Rudel Hunde auf der Kill.

  • Fuchs und Marder vor der Haustür


    Uni Freiburg arbeitet an einem Konzept für Wildtiermanagement in Siedlungsräumen


    An Seen, Teichen und auch im Rheinvorland vermehren sich Wildgänse stark. Das Foto zeigt Kanadagänse an der Passerelle zwischen Kehl und Straßburg.
     

    Gärten und Straßen statt Wald und Wiese – immer mehr Wildtiere zieht es in die Nähe des Menschen. Sie haben Städte als neuen Lebensraum entdeckt. Welche Folgen das hat und welche Maßnahmen getroffen werden müssen, um am besten mit der Situation umzugehen, das erforscht der Arbeitsbereich Wildtierökologie und Wildtiermanagement der Universität Freiburg.

    Füchse im Garten, Wildkaninchen im Park und Steinmarder auf dem Dachboden: Wildtiere haben längst die Vorteile entdeckt, die ein Leben in von Menschen bewohnten Gebieten mit sich bringt. In Städten finden sie reichlich Nahrung, ausreichend Deckung sowie Rückzugsmöglichkeiten, und das Klima ist milder. Doch wie mit den wilden, tierischen Nachbarn umgehen? Was muss getan werden, damit das Nebeneinanderleben von Menschen und Wildtieren im Siedlungsraum klappt? Mit diesen Fragen beschäftigt sich  Geva Peerenboom, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Arbeitsbereichs Wildtierökologie und Wildtiermanagement der Albert-Ludwig-Universität Freiburg.
    »Damit wir Lösungswege für das Land Baden-Württemberg aufzeigen können, mussten wir zunächst eine Bestandsaufnahme machen. Wir untersuchten, welche Wildtierarten in den Siedlungen Baden-Württembergs vorkommen und welche Auswirkungen, positive wie negative, das auf den Menschen hat. Bei den Arten haben wir uns auf jene konzentriert, die auch im Jagdgesetz stehen«, sagt Peerenboom.
    In den vergangenen Jahren hat die Zahl der Wildtiere im Siedlungsraum zugenommen. Auch immer mehr Arten lassen sich in der Nähe des Menschen nieder. So wird sich nach Einschätzung der Diplom-Forstwirtin der Waschbär in Deutschland weiter ausbreiten. Östlich von Stuttgart ist der Vertreter aus der Familie der Kleinbären bereits heimisch. 

    Viel größere Tiere, nämlich Wildschweine, sorgen in Baden-Baden und Mannheim für erhebliche Schäden in Gärten und im Straßenverkehr, so ein Ergebnis aus Peerenbooms Forschung. Füchse, die in bewohnten Gebieten sehr verbreitet sind, verursachen hingegen selten Sachschäden. »Bei ihnen ist die Bevölkerung eher wegen der Übertragung von Krankheiten besorgt. Wegen Tollwut muss sich dank Impfködern niemand mehr vor einem Fuchs fürchten«, erklärt Peerenboom. Der Fuchsbandwurm hingegen ist ein Thema – die Übertragungsrate auf den Menschen sei jedoch sehr gering.

    Der von vielen Autofahrern gefürchtete Steinmarder wiederum macht gerne Dachstühle zu seinem neuen Zuhause. Leise geht es bei der Aufzucht ihrer Jungen nicht zu. Auch können die Tiere Schäden verursachen, beispielsweise an der Dämmung. Wer das verhindern will, sollte darauf achten, dass der Dachstuhl für Marder unzugänglich ist beziehungsweise gemacht wird.

    »In Baden-Württemberg ist noch nicht geregelt, wer zuständig ist, wenn es zu Problemen mit Wildtieren kommt«, erklärt Peerenboom. Das soll sich durch ihre Forschung ändern. Verwaltung und Land sollen Anlaufstellen schaffen, an die sich die Menschen wenden können, wenn beispielsweise eine Gruppe Wildschweine im Garten steht. Berlin ist da schon weiter. In der Hauptstadt wurde ein Wildtiertelefon eingerichtet. Auch aus Gründen des Tierschutzes sei es wichtig, dass die Bevölkerung aufgeklärt werde und sich an jemanden wenden könne, der im Umgang mit Wildtieren ausgebildet sei, betont die Doktorandin. »Methoden wie auf eigene Faust Fallen aufzustellen, Gift auszulegen oder die Tiere auf eine andere Weise zu töten, gehen gar nicht«, stellt Peerenboom klar.

    Für sie hat es keinen Sinn, Tiere zu fangen oder zu töten, wenn die Gründe für das Auftauchen der Tiere nicht beseitigt werden. Und die sind oft vom Menschen gemacht (siehe Hintergrund), ebenso wie die Gründe, die manche Wildtierarten dazu bringen, sich im Siedlungsraum niederzulassen. Wildkaninchen beispielsweise, die aufgrund intensiver landwirtschaftlicher Nutzung auf weiter Flur weniger Futter finden. Eine Geburtenkontrolle, wie sie bei Zootieren erfolgt, ist bei den meisten Wildtieren natürlich nicht möglich, völlig ausgeschlossen ist diese Maßnahme aber nicht, wie Peerenboom an einem Beispiel erklärt: »An Gewässern und in Parkanlagen haben sich Wildgänse stark vermehrt, was wegen des Drecks für Seen und Teiche nicht gut ist. In München gehen fachkundige Personen deshalb an die Gelege und bohren Löcher in einen Teil der Eier, damit nicht mehr so viele Küken schlüpfen«, sagt Peerenboom.

    Welche Änderungen es in Baden-Württemberg braucht und wie sie erreicht werden können, dazu wird es im Herbst Expertenworkshops geben. Vorgesehen sind zwei Workshops in jedem Regierungsbezirk. »Vertreter der Gemeinden, der Jagd und aus dem Tierschutz werden Pläne erarbeiten«, so Peerenboom.

    http://www.bo.de/nachrichten/nachrichten-regional/fuchs-und-marder-vor-der-haustuer

  • Laserpointer gegen "Krähenplage" im Grazer Stadtgebiet

    Artikelbild


    Jägerschaft: Vögel reagieren panisch, sollen aber nicht verletzt werden - Kritik wegen "Florianiprinzips"

    Graz - Die Grazer Jägerschaft geht seit Monaten mit speziellen Laserpointern gegen eine "Krähenplage" vor: Bezirksjägermeister Stephan Moser erklärte am Dienstag, dass man mit den Lichtsignalen die Vögel gut verscheuchen kann, ein Abschluss sei im Stadtgebiet natürlich verboten. In ländlichen Regionen dagegen darf eine gewisse Anzahl der Tiere per Gesetz auch abgeschossen werden.

    Moser bestätigte einen Bericht des ORF-Radio-Steiermark, wonach momentan vor allem am Grazer Zentralfriedhof ungewöhnlich viele Krähen ihr Unwesen treiben: "Wir vermuten, dass dort eine ältere Frau, die bei den Nachbarn deswegen schon sehr unbeliebt ist, heimlich füttert." Man habe bereits das Magistrat informiert, damit die Ordnungswache das unterbindet, denn viele Krähen an einem Ort seien problematisch.

    Unhygienisch und ätzend

    Noch im Winter waren sie statt am Friedhof am Areal eines Kindergartens "zu Hause" und koteten dort die Spielgeräte voll, sagte Moser und meinte weiter: "Krähenkot ist nicht sehr sympathisch, sondern furchtbar ätzend und scharf, ganz abgesehen vom hygienischen Aspekt." Mit mehreren Methoden wie etwa Platzpatronen habe man versucht, die Vögel zu vertreiben. Nichts half wirklich, bis sie einen starken Laserpointer probierten. "Wenn man damit leuchtet, verlassen die Krähen panikartig die Örtlichkeit", beschrieb Moser und sprach von einer "intensiven Störung", die die Tiere aber nicht verletze.

    Sein Kollege Gerd Kaufmann habe sich im Winter mehrmals die Nächte auf dem Spielplatz und anderen Orten in der Innenstadt um die Ohren geschlagen und die anfliegenden Vögel mit dem Laserpointer verscheucht. Nun dürften jene in Puntigam zum Zentralfriedhof "umgezogen" sein. Der Friedhofsverwalter habe Moser angerufen und um Hilfe gebeten. "Uns sind aber gerade am Friedhof die Hände gebunden, wenn es ums Abschießen geht: Zum einen ist auf einem Friedhof jegliche Jagd verboten, zum anderen ist es Siedlungsgebiet", so Moser. Deswegen müssen Gesetze eingehalten werden, Krähen dürfen nicht gefüttert werden.

    Bestand soll reduziert werden

    Die Jägerschaft hofft, dass die Vögel mit den Laserpointern auf das Land getrieben werden. Außerdem sprach sich Moser für eine stärkere Reduzierung des Bestands aus: "Ich will sie nicht ausrotten, es sind ja hoch intelligente Tiere, aber man muss Maß und Ziel finden. Derzeit ist das nicht der Fall." In der Landwirtschaft verursachen die Tiere Schäden etwa am Mais: "Es gibt Fälle, wo sie Lämmchen die Augen ausgepickt haben", wusste der Bezirksjägermeister im APA-Gespräch zu berichten.

    Wenig Freude mit den neuen Methoden hat offensichtlich Andrea Rath vom Steirischen Jagdschutzverein, dessen Zweigstellenobmann für die Stadt Graz Kaufmann ist: "Was er da macht, muss er verantworten. Das ist seine Angelegenheit", sagte Rath. Sie habe am Dienstag bereits mehrere aufgeregte Anrufe bekommen, die das "Florianiprinzip" dahinter kritisierten. Werden die Krähen nämlich in Graz von einem Ort verscheucht, lassen sie sich zwangsläufig wo anders nieder.

    Rath ergänzte Dienstagnachmittag ihre Stellungnahme und wies darauf hin, dass sie noch keine Kenntnisse über die Laserpointer-Methode habe. Daher wolle sie auch noch keine Wertung dazu abgeben: "In den nächsten Tagen und Wochen will ich mir das erst einmal ansehen."

    http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/3842402/Graz-Jaeger_Mit-Laserpointer-gegen-Kraehenplage?from=rss

  • Filmpremiere "Emptying the skies" - Über die Arbeit des Komitees gegen den Vogelmord


    Filmpremiere in Deutschland: Der Film "Emptying the skies" von Bestsellerautor Jonathan Franzen wird am 26.7. auf dem NaturVision Filmfestival in Ludwigsburg vorgestellt. Thema ist der Kampf des Komitees gegen den Vogelmord gegen die Wilderei im Mittelmeerraum.

    Unsere Teams wurden dafür zwei Jahre lang bei ihren Einsätzen in Italien, Frankreich und auf Zypern begleitet. "Emptying the skies" wird am Samstag 26.07. um 18:00 Uhr und am Sonntag 27.07. um 20:00 zu sehen sein. Eintrittskarten und mehr Infos gibt es hier:

    http://festival.natur-vision.de/de/filmfestival/filmfestival.html

  • Ein Jäger schoss wehrlosen Hund für 5 Euro in den Kopf.

    Niemand ahnte was danach geschah…

    Als ein Vater mit seinem Sohn in dem kleinen Dorf Orehovec (Kroatien) zum Angeln fuhr, entdeckte er etwas merkwürdiges. Der Vater, Pawel Brodzky, sah einen halbtoten Hund im Wasser treiben. Die beiden handelten schnell und retteten den armen Hund aus dem Wasser. Nachdem sie den Hund zu sich geholt haben und sehen konnten, was mit ihm los war, erblassten die beiden vor Schreck.

    Der Hund, jetzt “Lucky” benannt, wurde aus nächster Nähe mit einer Schrotflinte erschossen.

    Jäger erschießt wehrlosen Hund

    Der Vater und sein Sohn ertappten kurz darauf den Mann, der den Hund in den Fluss geworfen hat. Er war ein Jäger, dem 5 Euro angeboten wurden, um den Hund zu erschießen.

    Jäger erschießt wehrlosen Hund

    Quelle: Life With Dogs

    Der Hund, sein alter Name war Olly, gehörte einem Mann der ihn einschläfern lassen wollte. Dies sollte ihn allerdings 50 Euro kosten, weshalb er dem Jäger 5 Euro anbot um seinen Hund zu erschießen und den Körper zu beseitigen. Laut Aussage von kroatischen Tierschützern, war der Jäger bekannt für dieses Vorgehen und hat bereits andere Hunde ermordet. Ihm droht nun eine einjährige Haftstrafe für Tierquälerei.

    Lucky benötigte eine Operation für die Wunden an seinem Kopf und einem Bein. Er ist jedoch mittlerweile auf dem Weg der Besserung und kann in einigen Wochen in ein neues Zuhause einziehen. Viele Menschen haben sich bereits beim Tierheim gemeldet und wollen Lucky ein neues Zuhause und die Liebe, die er verdient hat, bieten. Er wird eine derartige Gräueltat hoffentlich nie wieder erleben müssen.

    http://www.heftig.de/jaeger-erschiesst-wehrlosen-hund/

  • Erst Jungtiere, die ohne Eltern aufwachsen, werden zu Problemwölfen

    Illegal getötet

     

    Eine Wölfin trägt ihr Junges. Wölfe gelten in Deutschland als stark gefährdet.
     

    Sie stellen auch keine Bedrohung im Hinblick auf Krankheitsüberträger dar, wie Claudia Szentiks betont: "Alle seit 1999 getesteten Wölfe waren frei von Tollwut. Die Krankheit spielt allenfalls bei importierten, illegal gezüchteten Hunden eine Rolle." Krankheiten wie Hundestaupe sind von Tier zu Tier übertragbar, stellen aber keine Gefahr für den Menschen dar. In den Organen der IZW-Wölfe finden sich eher Parasiten wie Bandwürmer, wie Lesniak erläutert. 

    Wölfe seien keine Konkurrenz für Jäger, auch wenn sie ihnen "leichte Ziele" wegnehmen, wie Szentiks sagt: "Der Wolf jagt neben Jungtieren kranke und schwache Tiere, was den Wildbestand reguliert." So etwas wie ein "Problemwolf" wird aus Sicht der IZW-Experten erst durch den Abschuss geschaffen - wenn Jungwölfe allein "wie ein Kind ohne Erziehung" aufwachsen.

    Bundesweite Stelle schaffen, die für den Wolf zuständig ist

    Lange war der Wolöf in der DDR zum Abschuss frei gegeben. Es brauche Zeit, bis sich die Einstellung zu Wölfen wandle, sagt die Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft Niedersachsen, Britta Habbe. Dort arbeitet sie eng mit Jägern zusammen, die ihr von gerissenem Wild oder Fährtenbildern berichten. Totgeschossene Wölfe habe es hier bisher nicht gegeben: "Toi, toi, toi", sagt Habbe. 

    "Die Entwicklung geht nun dahin, eine Stelle zu schaffen, die bundesweit für den Wolf zuständig ist", sagt IZW-Sprecher Steven Seet. "Auch um die Öffentlichkeit zu beraten." Nur mit harten Fakten zum Wolf mag man sich offenbar auch am IZW nicht begnügen: Von einem Bild im CT-Büro herab blickt ein heulender Wolf, bei Vollmond.

    19 Wolfsfamilien mit vier bis sechs Jungen pro Jahr leben nach Schätzungen des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Deutschland. Hinzu kommen sechs Paare und drei Einzelwölfe. Sie stammen von Wölfen ab, die Ende der 90er Jahren aus Polen eingewandert sind. Besiedelt sind bislang Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen.

    Für den Erhalt der Population hoffen Naturschützer, dass sich Wölfe aus östlicher Population mit Wölfen aus den Alpen fortpflanzen. Da sich die Tiere auf Reviere verteilen und auch auf natürlichem Weg sterben, bleibt die Dichte der Besiedlung weitgehend konstant. Verändern kann sie nur die Ausbreitung.

    Wölfe in Deutschland sind streng geschützt, sie dürfen nicht gejagt werden. Fast 200 Jahre lang waren die Tiere hierzulande ausgerottet. Wer einem Wolf begegnet, sollte sich ruhig verhalten. Die Scheu vor Menschen verloren haben meist nur kranke Tiere. 

    http://www.focus.de/wissen/natur/tiere-und-pflanzen/illegal-getoetet-das-raetselhafte-verschwinden-der-woelfe_id_4000658.html

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Rote Säge

Das Lied der roten Säge:

Ich singe, ich singe, ich singe dir mein Lied.
Ich singe, ich singe, und jeder Zahn singt mit.
Ich habe viele Zähne, die machen Sägespäne.
Ich habe viele Zähne, die machen Sägespäne.
Ich singe, ich singe.

Berichte über zerstörte Hochsitze .

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Haltet die Umwelt sauber!

Karl-Heinz Deschner (ehemaliger Jäger und bekannter deutscher Kirchenkritiker)
Über die Jagd wurde und wird vermutlich noch mehr gelogen als über den Krieg, ...... und über nichts in meinem Leben schäme ich mich so wie über die Tiere, die ich massakrierte. Seit einem halben Jahrhundert vergeht kaum ein Tag, an dem mich das nicht heimsucht, quält.

Jäger sind Mörder!

Ø Nur mit der Waffe ein Revier von wildernden Hauskatzen rein zu halten, ist unmöglich. Trotzdem sind die morgens und abendlichen Ansitze oft erfolgreich. Der Ansitz wird so gewählt, daß wir die Katzen abpassen können, die auf den aus den Orten hinausführenden Feldwegen ins Revier gelangen wollen. Katzen lieben asphaltierte Straßen und glatte Feldwege, Pirschsteige und Feldraine, um besonders bei starkem Taufall "trockenen Fußes" nach Hause zu kommen. Beim Abschuß ist darauf zu achten, daß die landesrechtlichen Gesetze eingehalten werden, denn die Katze muß sich in einer bestimmten Entfernung von der nächsten Behausung aufhalten.
Jäger sind Mörder
Mordfreie Wälder und wildes Leben, sollte es ruhig öfters geben!
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A.H.A.B.

Ø Einen streunenden Hund gibt es nicht. Ein freilaufender Hund ist ein wildernder Hund, ein Wolf, denn er sucht im Revier weder ein Sofakissen noch einen Schlachterladen, er sucht Wild! Ø Eine Katze ist so schlimm wie fünf Hunde, ein Hund so schlimm wie fünf Füchse." In jedem Fall sind revierende Katzen ein Übel für Niederwild und Singvögel. Ø Der erfahrene Heger wird keinen Schuß auf die Raben- und Nebelkrähe unversucht lassen Ø Weil der größte Teil der wildernden Katzen aus den Dörfern kommt, ist es zweckgemäß, wenn um das Dorf herum ein Fallenring gelegt wird! Behnke, Hans Jäger, zur Jagd und Fang des Raubwildes
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