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  • Sticky Willkommen in den Anti-Jagdblogs für Jagdgegner!

    Die Anti-Jagdblogs umfassen neben dem Blog für Anti-Jagd-Jagdgegner-News noch einen Blog für Jagdgegner-Texte, einen Blog für Anti-Jagd-Zitate, Witze & Jagdgegner-Sprüche und einen Blog für Tierrechte . Bestimmte Themen können am besten in den Tags gefunden werden. Daneben gibt es auch noch die Anti-Jagdgruppe bei Facebook
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    Da der Bloganbieter blog.de seine Blogs einstellt,  zieht der Anti-Jagdblog demnächst nach Wordpress um. Neue Adresse: http://anti-jagd-blog.de  oder http://anti-jagd.blog.de.vu/
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  • Grosswild töten als Hobby

    Löwen, Elefanten, Nashorn: Was Walter Palmer jüngst mit Raubkatze Cecil machte, ist ein Riesenbusiness. Fünf Fakten zum fragwürdigen Schiessen in der Steppe.

    Grosswildjäger Walter Palmer ist nur einer unter Tausenden.
    Grosswildjäger Walter Palmer ist nur einer unter Tausenden.

    Die Tötung von Löwe Cecil hat eine Empörungswelle im Internet ausgelöst. Cecil ist aber kein Einzelfall. Jährlich werden um die 100 Löwen in Zimbabwe getötet – meist fernab medialer Öffentlichkeit.

    Wie viel Geld setzt die Trophäenjagd um?

    Die Grosswildjagd ist in einigen Ländern in Subsahara-Afrika erlaubt und bringt viel Geld. Eine wissenschaftliche Studie aus dem Jahr 2007 schätzt, dass die Trophäenjagd, wie die Grosswildjagd auch genannt wird, in Subsahara-Afrika Umsätze von mindestens 200 Millionen Dollar pro Jahr generiert. Zum Vergleich: Jagdtouristen in Eurasien generieren laut der Studie jährlich 33 bis 39 Millionen Dollar. Die grösste Jagdindustrie hat Südafrika.

    Wie viele Tiere werden geschossen?

    Je nach Datenlage sind Schätzungen über die Opferzahlen der Trophäenjagd für einzelne Länder schwierig. Für Südafrika rechnen die Wissenschaftler mit rund 54'000 von Sportjägern – also hauptsächlich zum eigenen Vergnügen – erschossenen Tieren. Die häufigsten Arten sind Warzenschweine, Impalas und Kudus. Von den Big Five – Elefant, Leopard, Löwe, Wasserbüffel und Nashorn – werden etwa 400 bis 600 Tiere getötet. In Zimbabwe erlegen Jäger geschätzt über 1000 der Big Five, wobei insgesamt etwa 11'000 Tiere der Trophäenjagd zum Opfer fallen – besonders häufig der Afrikanische Wasserbüffel.

    Woher kommen die Jäger?

    Die Studie schätzt, dass jährlich mindestens 18'500 Grosswildjäger in Subsahara-Afrika auf die Jagd gehen. Die meisten davon kommen aus den USA und Europa. Jeder zehnte Trophäenjäger geht nach Zimbabwe. Walter Palmer, der Zahnarzt aus Minnesota, der Cecil erlegte, war also nur einer der jährlich rund 1800, die in Zimbabwe auf Trophäenjagd gehen.

     


    Löwe Cecil war in einem Nationalpark in Zimbabwe bei Touristen und Tierschützern beliebt – bis er angeschossen, gehäutet und geköpft wurde.

    Auch Schweizer jagen im Ausland. Der Schweizer Tierschutz (STS) schätzt die Zahl auf 1500 bis 2000, wobei darin auch Hochseeangeln und klassische Hoch- und Niederjagd beinhaltet sind und nicht ausschliesslich die Grosswildjagd in Afrika.

    Dass in der Schweiz ein Interesse an Trophäen besteht, zeigt die Datenbank des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten frei lebender Tiere und Pflanzen, kurz Cites. Die Datenbank erfasst die Importe und Exporte von bedrohten Tierarten. In die Schweiz wurden zwischen 2010 und 2014 über 1200 Jagdtrophäen importiert. Davon beispielsweise vier Elefantenohren und neun Löwenkopftrophäen. Aus der Statistik ist aber nicht definitiv ersichtlich, ob die Tiere durch Schweizer Jäger starben.

    Wieso verbietet man die Trophäenjagd nicht?

    Einzig ein Verbot der Trophäenjagd wäre noch kein Schutz für die Tiere. Es könnte im Gegenteil einen Wilderei-Boom auslösen, da Trophäen wie Nashorn, Elfenbein oder Pelze auf dem Schwarzmarkt auch heute noch viel Geld einbringen.

     

    Hilft das Geld der Trophäenjagd der lokalen Bevölkerung und den Tieren?

    Ein Argument der Befürworter der Grosswildjagd ist, dass das Geld dem Artenschutz zugutekomme. Tatsächlich sind Naturreservate auf das Geld aus dem Tourismus angewiesen, um ihre Projekte zu finanzieren. Safari-Touristen, die nur mit Fotokameras Bilder schiessen, reichen oft nicht aus. Mit der Jagd werden zusätzliche finanzielle Quellen angezapft. Zudem sollten die Angebote die Armut in der Region reduzieren und somit auch die Wilderei eindämmen. So zumindest die Theorie. Diese positiven Effekte sind aber in der Wissenschaft umstritten. Trophäenjagd kann helfen, muss aber nicht.

    So positioniert sich auch der WWF. «In bestimmten Fällen ist eine streng limitierte Trophäenjagd tolerierbar», schreibt er auf seiner Website. Konkret heisst das, wenn sie die Wilderei eindämme, fliesse das eingenommene Geld auch wieder in die Region zurück. Dann würde die lokale Bevölkerung von dieser legalen und kontrollierten Jagd profitieren und Schutzmassnahmen meist viel besser akzeptiert.

    http://bazonline.ch/wetter/allgemeinelage/grosswild-toeten-als-hobby/story/30308002

    Jagen in Afrika: ein Pavian für 100 Dollar

    Jagen in Afrika: ein Pavian für 100 Dollar

    http://de.euronews.com/2015/07/29/jagen-in-afrika-ein-pavian-fuer-100-dollar/

  • Hoteliers im Bayerischen Wald laufen die Gäste weg

    Stornierungen wegen toter Luchse

    Das Image des Bayerischen Waldes leidet: Mitte Mai wurden im Lamer Winkel zwei Luchse getötet. Seitdem gab es viel Aufregung in der Presse, im Jagdverband, bei der Polizei - und auch bei Hoteliers. Sie beklagen Zimmer-Stornierungen von Gästen, die seit Jahren im Bayerischen Wald Urlaub machen.

     

    Jochen Stieglmeier ist Hotelier im Bayerischen Wald. Seit Tagen klingelt sein Telefon: Anonyme Anrufer beschimpfen ihn und den gesamten Bayerischen Wald. Die Menschen dort seien Luchskiller und Naturhasser, sagen die Anrufer.

    "Wir werden als diejenigen beschimpft, die für den Schutz dieser Tiere zuständig sind."

    Hotelier Jochen Stieglmeier

    Seit Mitte Mai - als im Lamer Winkel die vier abgeschnittenen Luchsläufe gefunden wurden - geht das nun schon so, sagt Stieglmeier. Bei den beleidigenden Anrufern bleibt es aber nicht mehr: Immer öfter klingelt das Telefon, weil Gäste ihren Urlaub stornieren.

    "Guten Tag, die Damen und Herren, ich möchte ihnen mitteilen, dass wir unseren Urlaub nicht - wie eigentlich geplant - in ihrer Region buchen werden. Grund dafür sind die unglaublichen Vorgänge, die aktuell am Kaitersberg bezüglich der bestialischen Tötungen der Luchse ermittelt werden."

    Auszug aus einer Email an Jochen Stieglmeier

    Wo bleiben Ermittlungsergebnisse?

    Die Leute im Bayerischen Wald werden mit den Negativ-Folgen der Luchstötungen komplett alleine gelassen, findet Stieglmeier. Er habe das Gefühl, die Justiz nehme den Fall nicht ernst genug.

    Dem widerspricht Theo Ziegler, Oberstaatsanwalt in Regensburg. Die Ermittlungen werden seit dem Auffinden der Pfoten intensiv betrieben, sagt er. Es gebe zwar nach wie vor keine ganz heiße Spur, aber mehrere Ermittlungsansätze, denen derzeit nachgegangen werde.

    "Dass die Touristikbranche darunter leidet, verstehe ich. Ich kann aber nur sagen: Wir tun, was wir können."

    Oberstaatsanwalt Theo Ziegler

    Munitionssplitter könnten Aufschluss bringen

    Derzeit werden die Munitionssplitter kriminaltechnisch untersucht, die im Luchs-Vorderlauf gefunden wurden. Mit Glück könne daraus Munition und Waffe des Schützen bestimmt werden.

    "Wir haben eine Vorstellung von dem Täterkreis, der hier in Betracht kommt. Ich würde es so formulieren: Es liegt schon nahe, dass es sich hierbei um eine Person mit Jagd-Erfahrung handelt."

    Oberstaatsanwalt Theo Ziegler

    Hoteliers wollen politischen Druck aufbauen

    Der Luchs-Mörder mache die komplette Region einfach kaputt, sagt Hotelier Stieglmeier. Das wolle er nicht auf sich sitzen lassen. Weil es um wirtschaftliche Existenzen, die Branche und die ganze Region geht, will er sich mit anderen Hoteliers beratschlagen und versuchen, politischen Druck aufzubauen.

    Aus dem Innenministerium heißt es auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks: "Die Ermittlungen laufen. Eine Verstärkung ist nicht vorgesehen."

    http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/luchs-bayerischer-wald-reaktionen-auf-abendschau-100.html

  • Schäden im Jagdrevier Ponholzer Forst

    Schäden im Jagdrevier Ponholzer Forst

    Ein Unbekannter treibt seit Jahren sein Unwesen in dem Wald. Unter anderem klaute er eine Leiter und beschädigte Kameras.

    Die Polizei ist auf der Suche nach einem Unbekannte, der seit Jahren sein Unwesen im Ponholzer Forst treibt.

     

    Regenstauf.Im Verlaufe des letzten Jahres entwendete ein bislang unbekannter Täter im Ponholzer Forst eine Holzleiter einer Jagdkanzel und beschädigte eine Rehwildfütterung, vier Wildkameras und mehrere Salzlecksteine. Der Diebstahlschaden beläuft sich auf etwa 100 Euro, der angerichtete Sachschaden auf etwa 850 Euro.

    http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-land/gemeinden/regenstauf/schaeden-im-jagdrevier-ponholzer-forst-21403-art1263820.html

    950 Euro Schaden in ein paar Jahren?  Ob dafür jetzt eine extra SOKO gegründet wird?

  • Die Grünen für Importverbot für Jagdtrophäen

    Zum Schutz bedrohter Tierarten: Die Partei fordert vom Bundesrat ein Importverbot für Jagdtrophäen.

    Trophäe ade: Geht es nach den Grünen, sollen bald keine Elchköpfe mehr an Herrn Schweizers Wald hängen. Bild: Reuters/Siphiwe Sibeko
    Trophäe ade: Geht es nach den Grünen, sollen bald keine Elchköpfe mehr an Herrn Schweizers Wald hängen. Bild: Reuters/Siphiwe Sibeko

     

    Für viele bedrohte Tierarten ist es bereits fünf vor zwölf. Nun soll die Schweiz zumindest einen kleinen Beitrag zu ihrem Erhalt leisten. Per Motion fordern Aline Trede und ihre Mitstreiter den Bundesrat auf, ein Importverbot für Jagdtrophäen solch bedrohter Arten zu erlassen. Ins Auge gefasst hat die Berner Grünen-Nationalrätin insbe­sondere Elefanten, Nashörner und Eisbären. Aber auch die Einfuhr von ­Trophäen sämtlicher Primaten und Raubtiere soll in der Schweiz als nicht statthaft erklärt werden.

    Hobbyjäger reisen um den Globus, um seltene Tiere zu erlegen und sie als Trophäen mit nach Hause zu nehmen – darunter sollen sich Jahr für Jahr auch rund 1500 Schweizer befinden. Und was Trede ausserdem bedenklich findet: «Bei Jagden im Ausland werden Waffen und Methoden eingesetzt, deren Verwendung in der Schweiz aus Tierschutzgründen verboten ist.» Die Grüne nennt etwa Pfeil und Bogen oder die Jagd aus dem Helikopter.

    Gezüchtet, um getötet zu werden

    Ein schlimmer Auswuchs sind für Trede auch sogenannte Canned Hunts: Wildtiere werden in Gehegen fürs Jagdvergnügen gezüchtet. Die Jungtiere werden früh von den Müttern getrennt und als Besuchermagnete missbraucht. Die erwachsenen Tiere werden in den Gattern zum Abschuss frei­­ge­geben. Mittlerweile würden 90 Prozent der in Südafrika erlegten Löwen aus solchen Jagdbetrieben stammen, kritisiert Trede. Auch für Trophäen aus solchen Gatter-Jagden solle die Schweiz ein Importverbot erlassen.

    Schlimm steht es ebenfalls um Nashörner und Elefanten. Wilderer hätten es auf die letzten ihrer Art abgesehen. Trede: «Nur ein totales Handelsverbot für sämtliche Nashorn- und Elefanten-Produkte kann diesen Irrsinn noch stoppen.» Nicht vertretbar sei auch die Trophäenjagd auf Grossraubtiere, die von Natur aus selten und deren Bestände selbstregulierend sind. Ganz besonders gelte dies für Arten wie den Eisbären oder Geparden, die durch den Verlust ihres natürlichen Lebensraumes bereits stark bedroht sind.

    Rund 300 Trophäen pro Jahr

    Der Schweizer Zoll hat in den Jahren 2010 bis 2014 zwischen 300 und 623 Sendungen von Tieren und Tierprodukten registriert, die dem Washingtoner Artenschutzabkommen Cites un­­terstehen. Jagdtrophäen würden aber nicht separat statistisch erfasst, sagt Martin Affolter von der Eidgenössischen Zollverwaltung. Dennoch sind solche Zahlen in der Cites-Statistik zu finden. Demnach sollen zwischen 2010 und 2012 rund 300 Trophäen aus aller Welt in die Schweiz eingeführt worden sein – darunter Leoparden aus Tansania, ein Eisbär aus Kanada sowie «Verschiedenes» von Elefanten wie Ohren, Schwänze, Stosszähne und Schädel.

    Wer Cites-geschützte Tiere oder da­­raus gefertigte Produkte in die Schweiz einführen will, braucht heute nicht nur eine Bewilligung des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen. Benötigt wird ausserdem eine offizielle Ausfuhrbewilligung des jeweiligen Herkunftslandes.

    Auch widerspricht Nationalrätin Trede Aussagen, wonach die organisierte Trophäenjagd nicht nur den ­Tourismus in den betroffenen Ländern, sondern auch den Artenschutz fördere. So würden Zahlen aus dem Jahr 2013 zeigen, dass in den acht am stärksten betroffenen afrikanischen Ländern nur gerade 1,8 Prozent des Tourismus-­Einkommens durch Trophäenjagd ge­neriert würden und lediglich 0,9 Promille des Tourismus-Einkommens dem Artenschutz zugute kämen.

    Dem stünden Landenteignungen, illegale Abschüsse, Tierquälereien so­­wie Schmuggel unter dem Deckmantel der Trophäenjagd gegenüber. Für Trede steht fest: Wegen mangelhaften Ma­­nagements der Wildbestände in vielen Zielländern, Korruption und Wilderei sei die Trophäenjagd nicht zu rechtfertigen – sie sei meist Teil des Problems.

    http://bazonline.ch/schweiz/standard/Die-Gruenen-blasen-zum-Halali-/story/21128982

  • Afrikas Starlöwe Cecil bei illegaler Jagd getötet

    Ein spanischer Grosswildjäger (es war Walter J Palmer, ein Dentist aus den USA)  hat einen Parkhüter in Simbabwe mit 55 000 Dollar bestochen und eines der berühmtesten Tiere Afrikas getötet: den Löwen Cecil. Geräuschlos, mit Pfeil und Bogen. Jetzt wird der Mann selbst gejagt

    Wilderei in Afrika

    Cecil ist nicht mehr

    Ein spanischer Grosswildjäger hat in einem simbabwischen Nationalpark das Löwenmännchen Cecil getötet. Das Tier galt wegen seiner schwarzen Mähne als besonders wertvoll.

    Mit korrupten Mitteln hat ein spanischer Jäger im simbabwischen Nationalpark Hwange grünes Licht zur Jagd auf das Löwenmännchen Cecil erhalten und es erlegt. Das gab die Simbabwe Conservation Task Force (ZCTF), eine Tierschutzorganisation, am Montag bekannt. Nachforschungen hätten ergeben, dass der 13-jährige Löwe im Auftrag des Spaniers erlegt worden sei, sagte ein Sprecher der Organisation im britischen Auslandradio BBC. Danach hätten die Frevler das Haupt des Löwen vom Rumpf getrennt. Cecil galt wegen seiner schwarzen Mähne als besonders schönes Exemplar und war eine Touristenattraktion. Die Universität Oxford benutzte das Tier ausserdem für Forschungszwecke und hatte es mit einem Sender ausgerüstet.

    Laut der ZCTF wurden zwei Parkwächter verhaftet. Der spanische Grosswildjäger soll namentlich an den Pranger gestellt werden. Laut der Organisation hatte er Verantwortliche in der Parkverwaltung mit 55 000 Dollar bestochen. Die Wilderer sollen Finten angewendet haben, um einer Strafe zu entgehen. So lockten sie Cecil aus dem Naturschutzpark, dann versuchten sie, das Tier lautlos mit Pfeil und Bogen zu töten. Erst nachdem es zwei Tage lang verletzt umhergeirrt war, tötete die Bande das Tier mit einer Flinte.

    In Afrika häufen sich Meldungen über geplündertes Grosswild, aber traurige Einzelgeschichten wie diejenige von Cecil stimmen Naturliebhaber besonders zornig. Der Löwe sei der schönste gewesen, der ihm je begegnet sei, sagte der Sprecher. Cecil habe eine Gruppe mit sechs prächtigen Jungen angeführt. Sie seien nun todgeweiht, denn wenn sich das Muttertier einem neuen Männchen anschliesse, töte dieses die Jungtiere, um den eigenen Nachwuchs zu fördern. «So funktioniert das in der Wildnis», sagte er.

    http://www.nzz.ch/panorama/ungluecksfaelle-und-verbrechen/cecil-ist-nicht-mehr-1.18586608

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    Siehe dazu auch:
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    Cecil the lion's killer revealed as American dentist

    EXCLUSIVE: A Minnesota father of two is discovered to be the hunter who shot dead Cecil – one of Zimbabwe's most loved lions

    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/africaandindianocean/zimbabwe/11767119/Cecil-the-lions-killer-revealed-as-American-dentist.html

    Hier gibt es noch eine Protestseite zu dem Löwenkiller Walter J Palmer

    http://www.facebook.com/pages/Walter-J-Palmer/1652407085004283?fref=ts

  • Erntejagd: Kugelhagel in Perwenitz

    Perwenitz (MZV) Zwei Welten prallten im Schönwalder Ortsteil Perwenitz aufeinander. Bei einer Erntejagd trafen Schützen auf empörte Anwohner, die nicht nur um ihre eigene Sicherheit fürchteten, als keine zehn Meter vom Ortsrand entfernt plötzlich gut zwei Dutzend Wildschweine aus den Rapsfeldern in alle Himmelsrichtungen liefen.


    Besserer Überblick: Jäger nutzen auch Hochsitze.


    "Die Kugeln pfiffen, und angeschossene Tiere rasten aus dem Feld über die Straße. Dass es dabei nicht zu einer Kollision kam, war ein Wunder", verschaffte Anwohnerin Anina Michalski ihrem Entsetzen Luft. "Die Jäger haben sich aufgereiht und alles abgeknallt, was von den Erntefahrzeugen aus den Feldern getrieben wurde. Manche von ihnen hatten sogar Kinder zu dieser grausamen und gefährlichen Aktion mitgebracht!"

    Die Polizei habe einen entsprechenden Notruf lediglich zur Kenntnis genommen. Das Ganze geschah am Freitag um 17 Uhr, einer Uhrzeit, zu der Straßen und Wege rund um Perwenitz durchaus belebt sind, in der Nachbarschaft die Pferde auf der Koppel stehen und auch auf der nahegelegenen A10 der Berufsverkehr rollt.

    Stephan Otten, Betriebsleiter bei der Agro-Glien GmbH, der die Felder gehören, versteht die Aufregung nicht: "Wenn ein Jäger die Jagd gepachtet hat, dann darf er da auch Schweine schießen, das ist völlig legitim. Wir haben am Freitag dort Raps gedroschen und den Jägern vorher Bescheid gesagt. Es gibt immer jede Menge Aufregung, wenn wir irgendetwas auf den Feldern machen, diese Leute sind einfach total abgedreht."

    Zur Vermeidung von Wildschäden kann eine Reduzierung des Wildbestandes notwendig sein. Dies sieht das Jagdrecht so vor. Eine Erntejagd, bei der ein Raps- oder Maisfeld quasi umstellt wird, um die Rotte dann beim Ausbrechen zu schießen, gilt dabei als effektive Methode, Überpopulationen zu vermeiden.

    "So etwas geht nur ad hoc. Der Landwirt entscheidet nach Wetterlage, die Jäger halten sich bereit für ein Treffen. Eine solche Jagd muss geduldet werden, denn der Jäger ist verpflichtet, den Schwarzwildbestand gegebenenfalls zu reduzieren. Das Umherlaufen in dem Bereich kann unter Umständen sogar eine Behinderung der Jagd darstellen - der Jäger könnte theoretisch die Polizei rufen", erläutert Udo Appenzeller, Präsidiumsmitglied des Landesjagdverbandes Brandenburg, auf Anfrage.

    Dennoch scheint die Erntejagd auch unter Jägern ein umstrittenes und kontrovers diskutiertes Thema zu sein - nicht zuletzt deshalb, weil es genau diese Jagden sind, die jährlich die meisten Unfälle fordern. "Die Erntejagd ist eine der gefährlichsten und dynamischsten Jagden überhaupt", warnt etwa ein Infoblatt des Kreisjagdverbands Nordwestmecklenburg. Am Freitag ist wohl alles gut gegangen. Offenbar haben da eine Menge Leute eine große Portion Glück gehabt.

    http://www.moz.de/lokales/artikel-ansicht/dg/0/1/1409218/

  • Wieder ein Wolf erschossen?

    Im Landkreis Görlitz ist in der Nähe der Autobahn A4 ein offenbar erschossener Wolf aufgefunden worden.

    Über den genauen Fundort machte das Landeskriminalamt aus ermittlungstaktischen Gründen noch keine Angaben. Nach ersten Erkenntnissen wurde der Wolf in der Nacht vom Sonnabend auf Sonntag getötet. Spezialisten des LKA sind derzeit vor Ort und haben die Ermittlungen wegen der illegalen Tötung eines Wolfes übernommen. Es wäre bereits der fünfte Fall einer gesetzwidrigen Wolfstötung in Sachsen. Bis jetzt konnte, trotz des enormen Ermittlungsaufwands, noch kein Fall aufgeklärt werden.

    http://www.sz-online.de/nachrichten/wieder-ein-wolf-erschossen-3158709.html

  • Essen: Kanadagänsen droht nun doch keine Jagd

    Kanadagänsen im Grugapark droht nun doch keine Jagd
    Zwei Kanadagänse grasen im Essener Grugapark.

    Essen. Obwohl die Genehmigung durch den Beirat der Untere Jagdbehörde vorliegt, werden die Kanadagänse im Grugapark in nächster Zeit nicht bejagt.

    Obwohl die Genehmigung durch den Beirat der Untere Jagdbehörde vorliegt, will der städtische Grün und Gruga-Betrieb den Kanadagänsen im Grugapark in nächster Zeit nun doch keine Gewalt antun. "Vorerst wollen wir es mit einem Gänse-Management versuchen", sagte Abteilungsleiter Hans Joachim Augustin auf Anfrage der WAZ. In einer Nachbarstadt gebe es ein Pilotprojekt für eine Art gewaltfreies Verdrängungsprogramm, dieses wolle man nun ebenfalls ausprobieren. Zu einem Zeitrahmen wie auch zu den Kosten seien noch keinen Angaben möglich, erklärte Augustin.

    Die eingewanderten Kanadagänse haben keine natürlichen Feinde und erfreuen sich einer breiten Nahrungsgrundlage. Daher konnten sie sich stark vermehren und in den Essener Parks und im Ruhrtal zu einer auch ökologisch schädlichen Plage entwickeln. Die Nachricht, die Tiere zu bejagen und so ihre Zahl zu dezimieren, hatte neben Zustimmung auch Protest hervorgerufen.

    http://www.derwesten.de/staedte/essen/kanadagaensen-droht-nun-doch-keine-jagd-id10922720.html

  • Demonstranten fordern Jagdgatter-Verbot

    Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) fordert ein Verbot für Jagdgatter. Gegen diese fragwürdige Form der Jagd protestierten Aktivisten am Donnerstag in der Wiener Innenstadt - verkleidet als Josef Pröll und Alfons Mensdorff-Pouilly.


    Die Aktion am Wiener Stephansplatz
    Foto © Verein gegen Tierfabriken

    Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) hat am Donnerstag am Wiener Stephansplatz eine Protestaktion veranstaltet, um auf Tierleid aufmerksam zu machen. Konkret fordern die Aktivisten ein Verbot für sogenannte Jagdgatter. Bei dieser fragwürdigen Form der Jagd werden Wildtiere in Gefangenschaft gezüchtet, um dann für teils hohe Summen zum Abschuss freigegeben zu werden.

    Das stärkste Argument der Jägerschaft für ihren Beruf ist jenes der Pflege von Flora und Fauna. Dieses findet hier keine Anwendung mehr. Es geht lediglich darum, Hobbyjägern einen bequemen Zugang zu ihren Trophäen zu bieten und daraus Profit zu schlagen. Bis zu 16.000 Euro müsse man laut VGT für den Abschuss eines Hirsches berappen. 3000 Euro koste das Töten eines großen Keilers.

    Ein weiteres absurdes Detail in der Angelegenheit: Der Ex-Minister Josef Pröll, seines Zeichens Landesjägermeister in Niederösterreich, weiß um das Problem der Wildschwein-Überpopulation in Niederösterreich und billigt zugleich die Züchtung dieser Tier in Jagdgattern. "Völlig sinnlos und gegen jede ökologische Vernunft werden Überbesätze produziert und in Massakern vernichtet. Dabei warnt der niederösterreichische Landesjägermeister Pröll vor der Wildschweinplage - und produziert sie selbst", empört sich VGT-Obmann Martin Balluch.

    Jagdgatter vor dem Wiener Wahrzeichen

    Weiters prangert Balluch an, dass viele Tiere bei dieser Form der Jagd oft nicht gleich sterben, sondern ihren Verletzungen langsam erliegen und somit einen qualvollen Tod sterben. "Tierschutz steht doch als Staatsziel in der Verfassung. Mit Tierschutz hat das aber überhaupt nichts zu tun. Die Jagdgatter müssen daher verboten und aufgelöst werden, sie sind in einer modernen Gesellschaft nicht zu tolerieren", sagt der VGT-Obmann.

    Bei der Protestaktion am Wiener Stephansplatz haben sich Tierschützer verkleidet um so auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Einige verkörperten - in ein eigens aufgebautes Jagdgatter gesperrt - Wildtiere. Zwei weitere verkleideten sich als Josef Pröll und Lobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly und stellten die Jagdszenen von einem Hochsitz aus nach.

    Diese Aktion soll wachrütteln und ist zugleich der Startschuss für eine bundesweite Kampagne des VGT um ein Verbot für Jagdgatter zu erwirken. "Die große Mehrheit der Menschen steht hinter uns", gibt sich Balluch zuversichtlich.

    http://www.kleinezeitung.at/s/chronik/oesterreich/4783210/Aktion-in-Wien_Demonstranten-fordern-JagdgatterVerbot

  • Urlauber stornieren Buchungen im Bayerwald

    Folgen der Luchstötungen

    − Foto: dpa

    Mitte Mai wurden im Lamer Winkel die abgetrennten Pfoten von zwei Luchsen gefunden. Noch immer gibt es keine Spur vom Täter. Unter Verdacht steht die Jägerschaft aus der Region, die aus ihrem Hass auf den Luchs teilweise keinen Hehl mehr macht. Unter Druck stehen aber auch die Touristiker: Urlauber stornieren Buchungen und beschimpfen Hoteliers. Die Serie von illegalen Luchstötungen wird mehr und mehr zum echten Imageproblem für den Bayerischen Wald.

    "Wenn ich rausgehe und sehe fast keinen Hasen, kein Reh und auch keinen Fuchs mehr, weil alles der Luchs fängt, freilich kommt dann bei den Jägern der Zorn auf und man sagt: Irgendwas muss man da jetzt unternehmen", sagte ein namentlich genannter Jäger aus dem Lamer Winkel in die laufende Fernsehkamera des BR und fügt hinzu: "Es sind unheimlich viele Luchse da. Wir wissen schon nicht mehr, was wir tun sollen. Also bei aller Liebe, aber das ist einfach zu viel. Ich wäre für einen geregelten Luchsabschuss." Und sein Jagd-Kamerad antwortet auf die Frage, ob den Luchs- und Naturschützern ein Denkzettel verpasst gehört: "Das gehört eigentlich schon lange mal gemacht, ja. Und wenn sich da welche zusammen tun, da würde ich sagen, da sollte man schon auch mitmachen!"

    Es handelt sich bei diesen Aussagen um die Meinung von Einzelpersonen, ganz klar. Aber die Wirkung solcher Worte ist enorm. "Als dieser Beitrag im Fernsehen gezeigt wurde, habe ich wieder einmal einen anonymen Anruf bekommen, in dem ich als Luchs-Killer beschimpft wurde", sagt Jochen Stieglmeier. Der Chef des Landhotels Tannenhof in Spiegelau ist Vorsitzender der Nationalpark-Partner, einer Vereinigung von Hoteliers und Gastgebern, die mit dem Nationalpark Bayerischer Wald nicht nur Werbung machen, sondern auch voll und ganz hinter seinen Naturschutzzielen stehen.

    Es bleibt nicht bei Anrufen. "Eine aktuelle Umfrage unter den Nationalpark-Partnern zeugt deutlich, dass es auch zu Stornierungen und Absagen kommt", berichtet Stieglmeier und schüttelt den Kopf. "Der Luchs ist der Top-Sympathieträger unserer Heimat", sagt er. Die illegalen Tötungen würden nicht nur dem Tourismus in der ganzen Region schaden, sondern auch die gesamte Bevölkerung als Tiermörder, Verbrecher und ewig Gestrige geißeln. "Diese Taten, die mit sehr viel krimineller Energie hinterlegt sind, und die daraus resultierende öffentliche Wahrnehmung schaden dem Bayerwald-Tourismus enorm, einer Branche, die in der Region mit die meisten Arbeitsplätze stellt."

    http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_regen/zwiesel/1754534_Folgen-der-Luchstoetungen-Urlauber-stornieren-Buchungen.html

  • Geschäft mit Tieren-Wildtierbörsen im Internet

    Eine Analyse des Bundeslandwirtschaftsministeriums soll klären, wie viele Wildtiere in Deutschland privat gehalten werden. Eine Analyse des Bundeslandwirtschaftsministeriums soll klären, wie viele Wildtiere in Deutschland privat gehalten werden.


    Raubkatzen in Privathaushalten-Gesetzgeber hinkt bei Wildtierhandel nach

    Ob Löwe oder Weißbüschelaffe: Tausende Wildtiere sind im Internet mit wenigen Klicks zu kaufen. Tierschützer sind besorgt - doch die Politik ist gegen aufwendige Haltungsverbote. Im Koalitionsvertrag ist aber ein Verbot der Exoten-Börsen vereinbart.

    Ein Löwenbaby faucht im Wohnzimmer, ein Erdmännchen buddelt durch den Vorgarten und an der Gardinenstange hängt ein Flughund. Was nach tierischem Chaos klingt, ist in deutschen Wohnungen längst ein Trend, kritisiert die Organisation Pro Wildlife mit Sitz in München. Immer mehr Menschen in Deutschland wollen sich demnach mit einem exotischen Haustier schmücken - mit gefährlichen Folgen auch für die Besitzer, warnen die Tierschützer.

    "Des Menschen bester Freund soll heute exotisch sein, ausgefallen und selten", sagt die Biologin Adeline Fischer von Pro Wildlife. "Doch diese Tiere sind Wildtiere - und leiden oft in Menschenhand." Betreiber von Online-Tierbörsen fühlen sich hingegen zu Unrecht an den Pranger gestellt.

    Braunbären, Löwen und Pumas

    Die höchsten Preise erzielen in den Online-Portalen die Raubkatzen. Die höchsten Preise erzielen in den Online-Portalen die Raubkatzen.

    Selbst Löwen und Braunbären werden im Internet zum Kauf angeboten. Insgesamt fand Pro Wildlife bei einer zweijährigen Untersuchung von zwei Online-Tierbörsen einem neuen Bericht zufolge Angebote für 10.120 exotische Säuger aus 291 Arten, darunter auch viele Affen wie den Weißkopfmaki. Und es gibt viele weitere solcher Seiten im Internet. Die Organisation fordert daher eine bundesweit einheitliche Begrenzung des Handels mit Exoten.

    Wie viele Wildtiere in deutschen Häusern gehalten werden, ist nicht bekannt - eine vom Bundeslandwirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Analyse soll dazu gerade Informationen beschaffen. Einschlägige Inserate finden sich allerdings mit wenigen Klicks bei den beiden untersuchten Online-Börsen. "Suche asiatische Leopardkatzen, müssen nicht zahm sein", heißt es etwa bei terraristik.com. Bei exotic-animal.de bietet ein Nutzer drei Braunbären und einen Kragenbär an: "Nur an guten Platz. Keine Zoos, kein Zirkus." Und ein Puma-Junges ist über die Seite für 5500 Euro zu haben.

    "Haltungsfehler vorprogrammiert"

    Raubkatzen sind nach den Angaben von Pro Wildlife am teuersten. Ein Löwe kostet demnach zwischen 2000 und 25.000 Euro. Für einen Jaguar werden mindestens 11.500 Euro fällig - das ist in etwa so viel, wie online für einen Gebrauchtwagen des gleichnamigen Herstellers gefordert wird. Beliebt sind aber auch Weißbüschelaffen, Kattas und Sugarglider. Letztere sind kleine Beuteltiere, die mit flauschigem Fell und dunklen Kulleraugen als Trend-Tiere gelten.

    Anbieter überprüfen nicht, ob der Käufer eine artgerechte Tierhaltung gewährleisten kann. Anbieter überprüfen nicht, ob der Käufer eine artgerechte Tierhaltung gewährleisten kann.(Foto: imago stock&people)

    Pro Wildlife befürchtet, dass viele Wildtiere im Privatbesitz leiden. Kaum ein Anbieter überprüfe, wie die Exoten untergebracht werden. "Haltungsfehler sind bei so hohen Ansprüchen der Tiere vorprogrammiert, für Affen und viele andere Arten können Privathalter keine artgerechte Haltung gewährleisten", sagt Biologin Fischer.

    Frank Izaber, Betreiber von exotic-animal.de, sieht das ganz anders. Einfluss darauf, wie die Käufer ihre Tiere halten, habe er nicht und wolle er auch nicht. Einige Menschen hätten ja durchaus das Geld und die Räumlichkeiten dafür, etwa eine Raubkatze zu halten, sagt Izaber. "Natürlich gefällt mir das nicht alles, aber da ist der Gesetzgeber gefragt."

    Gesetzeslage unzureichend

    Überhaupt sei ihm seine Online-Börse gar nicht wichtig. "Wenn Sie wollen, nehme ich die Seite morgen raus. Verschiedene Behörden haben mir aber schon gesagt 'Lassen Sie's drin, so haben wir wenigstens einen Anhaltspunkt für den illegalen Handel'", sagt Izaber, der auch außerhalb des Internets Tierhandel organisiert.

    Die meisten Angebote sind jedoch gar nicht verboten. Geld verdiene er an den Online-Kleinanzeigen nicht. Tatsächlich teilt das Bundeslandwirtschaftsministerium mit, dass Einschränkungen bei Tierbörsen "nicht dazu führen dürfen, dass der Handel mit Tieren über andere, schlechter zu überwachende Wege verläuft".

    Im Koalitionsvertrag hatte die Bundesregierung noch vereinbart, gewerbliche Börsen für exotische Tiere zu untersagen. Umgesetzt wurde der Plan aber bislang nicht - erst soll die Analyse zur aktuellen Situation abgeschlossen werden. Pro Wildlife fordert, um eine angemessene Haltung der Tiere sicherzustellen, die Einführung einer Liste mit allen für die Privathaltung geeigneten Arten - alle anderen Tiere wären dann daheim tabu.

    Die SPD-Fraktion hat bereits Unterstützung signalisiert. Doch das CSU-geführte Landwirtschaftsministerium weist die Pläne zurück: Die Einhaltung einer solchen Liste sei nur schwer zu überwachen und die aufwendige Begründung der Verbote anderer Arten kaum zu leisten.

    Quelle: n-tv.de , Teresa Dapp, dpa

    http://www.n-tv.de/panorama/Gesetzgeber-hinkt-bei-Wildtierhandel-nach-article15591526.html

  • Grindwal-Jagd: Massaker im Meer

    Am Donnerstag wurden hunderte Wale in einer Bucht vor der faröerischen Hauptstadt getötet.

    Dieses Bilder hat "Sea Shepherd" auf ihrer Facebookseite hochgeladen. Es zeigt die Bucht mit blutgetränktem Wasser, in dem über 200 Wale getötet wurden. Foto: Sea Shepherd Global


    Tórshavn - Wenn Tradition über Grenzen geht: Grausame Bilder der Massenabschlachtung von Grindwalen gehen um die Welt.


    Vor den Färöer-Inseln sind seit Donnerstag über 200 Wale abgeschlachtet worden. Bei der traditionellen Jagd fallen die Tiere jährlich vor den Stränden von Bøur und Tórshavn den Menschen zum Opfer. Während die Einheimischen diesen blutigen Teil ihrer Geschichte verteidigen, gehen Tierschützer mit aller Kraft dagegen an.
    Laut NABU läuft das Ganze folgendermaßen ab: Nähert sich eine Gruppe von teilweise über 100 Grindwalen der Küste und wird von den Fischern entdeckt, verbreitet sich die Nachricht schnell. Dann fahren sie mit ihren Booten auf das Meer und treiben die Wale in die Bucht. Die Einheimischen feiern das grausame Schauspiel wie ein Volksfest. Angestellte bekommen Urlaub und Kinder schulfrei. 

    In der Bucht werden die Tiere mit Netzen an den Strand getrieben, wo sie stranden und direkt in den Tod schwimmen. Die Natur der Wale wird ihnen hier selbst zum Verhängnis, denn dem Leittier folgen sie bis in den Tod und schwachen oder verletzten Kameraden weichen sie nicht von der Seite. Darum flieht kein Tier alleine, sonder alle fallen ihrem Schicksal gemeinsam zum Opfer. 

    Laut NABU rammen die Jäger dann Fanghaken in das sogenannte Blasloch der Riesen. So verlieren sie die Orientierung und können mit Seilen an den Strand gezogen werden. Das Grindmesser kommt zum Einsatz: Rückenmark und Schlagader werden durchtrennt. 

    Die Behörden der Färöer sprechen von einem Sekundentod, die jährlichen Bilder sprechen dabei eine andere Sprache. Moderne Waffen und Tötungsmethoden seien aus traditionellen Gründen verboten.

    Die Tierschutzorganisation "Sea Shepherd" hat Bilder und Videos veröffentlicht. Bei der Aktion am Donnerstag wurden einige ihrer Aktivisten festgenommen. Der Rest der Mitglieder hat die Bilder der Tat festgehalten.

    Für die Einheimischen sei es die kostenlose Nahrungsbeschaffung für die Familie und jahrhundertelange Tradition, die bis in die Wikingerzeit zurückgeht. Das Tier werde dabei vollständig verwertet.

    http://www.wzonline.de/nachrichten/campus/artikel/artikel/grindwal-jagd-massaker-im-meer.html

  • Waffenpass- Sperre für Polizisten und Jäger

    Waffenpass-Sperre für Polizisten und Jäger (Bild: APA/ BARBARA GINDL)Verwaltungsgerichtshof-Erkenntnis. Insider meinen, dass die EU privaten Waffenbesitzern einen Riegel vorschieben will. Die Bezirkshauptmannschaften sind angewiesen, Anträge (offiziell) anzunehmen - jedoch keine Pässe auszustellen.

    .
    Helle Aufregung in Polizeikreisen und der Jägerschaft: Keine Behörde stellt derzeit Waffenpässe aus - jegliche Anträge liegen seit März auf Eis. Grundlage dafür ist ein Verwaltungsgerichtshof-Erkenntnis. Insider meinen, dass die EU privaten Waffenbesitzern einen Riegel vorschieben will. Die Bezirkshauptmannschaften sind angewiesen, Anträge (offiziell) anzunehmen - jedoch keine Pässe auszustellen.

    Es war jahrelang ein ungeschriebenes Gesetz: Jäger, Exekutivbeamte und Menschen, die einer erhöhten Bedrohung ausgesetzt sind, konnten bei der Behörde jenen Pass beantragen, der sie zum Führen einer Faustfeuerwaffe befähigte.

    Seit Ende März ist alles anders, wie jetzt durchsickerte: Polizisten, die gewisse Risiken außerhalb ihrer Dienstzeit minimieren möchten, müssen künftig schwarz auf weiß belegen, welcher Gefahr sie ausgesetzt sind. "Vermutungen oder Befürchtungen nach Amtshandlungen reichen nicht mehr aus für einen Waffenpass", so ein Insider.

    "Gesetzeslage fatal"

    Ähnlich prekär ist die Lage in der Jägerschaft: Bis dato wurden in gefährlichen Situationen, wie die Nachsuche nach (verletztem) Wild in unwegsamem Gelände, Faustfeuerwaffen statt unhandliche Gewehre getragen. Alles vorbei? "Die Gesetzeslage ist fatal", sagt ein Jäger

    http://www.krone.at/Oesterreich/Waffenpass-Sperre_fuer_Polizisten_und_Jaeger-Seit_Maerz-Story-463843

  • Jäger bei Explosion schwer verletzt

    Nicht  nur das Jagen ist mitunter auch für Jäger sehr gefährlich,  nicht selten  versuchen sich diese Jägermeisters auch als Grillmeister,  was in der Nähe von Jagdeinrichtigungen sehr gefährlich sein kann.      

    St. Georgen - Noch nicht genau geklärt ist die Ursache des Brands im Röhlinwald. Ein 24-jähriger Jäger erlitt erhebliche Verletzungen. Die Feuerwehr war mit über 90 Kräften im Einsatz. Sie verhinderte einen zu befürchtenden Waldbrand erfolgreich.

    Eventuell beim Entzünden eines Grillfeuers oder auch durch eine Fehlfunktion einer Gaskartusche ist es (wir berichteten) am Montag gegen 17.45 Uhr zu einer Verpuffung und schließlich zu einem Brand zwischen St. Georgen und Stockburg gekommen. Dabei wurde ein 24-jähriger Jäger – Mitpächter der Hütte – durch Brandwunden an Armen und Beinen erheblich verletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber in das Schwarzwald-Baar Klinikum gebracht werden. Durch den Brand wurden zudem zwei neben der Röhlinwaldhütte abgestellte Fahrzeuge teils erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats Villingen zur genauen Ursache des Brandes dauern an.

    Der 24-Jährige ist zusammen mit seinem 63-jährigen Vater Pächter der Röhlinwaldhütte. Der junge Mann hielt sich alleine im Bereich der Hütte auf. Vermutlich ist es dann beim Entzünden eines Grillfeuers im Bereich der Hütte zu einem Brandausbruch und auch zu einer Verpuffung einer Gaskartusche gekommen, so die Polizei.

    Radfahrergruppe leistet erste Hilfe

    Eine zufällig auf dem Alten Villinger Weg befindliche Radfahrergruppe eilte nach einem lauten Knall zu der nur wenige hundert Meter entfernten und schon erheblich in Flammen stehenden Hütte und leistete dem Verletzten erste Hilfe. Zudem kam ein in der Nähe beschäftigter Forstarbeiter mit einem sogenannten Rücke-Traktor ebenfalls zu der bereits in Flammen stehenden Hütte. Der Mann versuchte noch vergeblich, den Brand mittels eines im Traktor mitgeführten Feuerlöschers zu bekämpfen.

    Das Feuer hatte bereits auf zwei neben der Hütte abgestellte Fahrzeuge (das Auto des 24-Jährigen und den ebenfalls dort abgestellten "Pick-Up" des Waldarbeiters übergegriffen. Während der Mazda-Pick-Up vollständig ausbrannte, konnte der Arbeiter den Suzuki des jungen Mannes mit dem Traktor aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich ziehen. Dennoch wurde auch dieser Wagen durch die Hitze erheblich in Mitleidenschaft gezogen.

    Die Feuerwehr-Abteilungen aus St. Georgen, Peterzell und Stockburg rückten sofort aus, konnten aber erst durch die Rückmeldung eines Rettungshubschraubers die abgelegene Örtlichkeit ausmachen. Sie konnten aber nicht mehr verhindern, dass die Hütte vollständig abbrannte. Die Feuerwehrleute schirmten unter Atemschutz die angrenzende Hütte und die Fahrzeuge sowie den Wald ab.

    Von einem Löschweiher aus bauten sie eine 1,3 Kilometer lange Wasserförderstrecke auf. Zudem wurden weitere 35 "Mann" der Abteilungen Oberkirnach, Langenschiltach und St. Georgen in Bereitschaft gesetzt, weil durch die große Hitzeentwicklung zu befürchten war, dass das Feuer auf den angrenzenden Wald übergreift. Beim Ablöschen kamen auch mehrere landwirtschaftliche Wasserfässer zum Einsatz. Brandwache und Nachkontrolle übernahm die Abteilung Stockburg. Die Einsatzleitung hatte Kommandant Christoph Kleiner.

    Der 24-jähriger wurde durch den mit weiteren Rettungskräften eintreffenden Notarzt erstversorgt und schließlich mit einem angeforderten Rettungshubschrauber in das Schwarzwald-Baar-Klinikum gebracht. An der Hütte und den Fahrzeugen entstand nach erster Schätzung Sachschaden in Höhe von etwa 30.000 Euro.

    Der Rettungsdienst war mit zehn Kräften im Einsatz. Der Kreisbrandmeister, ein Fachberater, die Polizei und Bürgermeister-Stellvertreter Joachim Kleiner waren vor Ort.

    http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.st-georgen-24-jaehriger-bei-explosion-schwer-verletzt.fe3b6bd4-16fd-4baf-8958-32c1640e1922.html

  • Kalkum: Jäger schoss auf Gänse und Tauben

    Besorgte und verängstigte Anwohner riefen die Polizei

    Düsseldorf: Kalkum: Jäger schoss auf Gänse und Tauben
    Der Lambertussee liegt in Kalkum. Schüsse ganz in seiner Nähe hatten Anwohner verängstigt. Sie riefen die Polizei.
     


    Düsseldorf.
    Eine Jagd auf Gänse und Tauben ist der Grund für die Schüsse, die am Dienstagnachmittag Bürger rund um den Lambertussee im Stadtnorden beunruhigt hatten.

    Wie berichtet hatten Anwohner die Polizei gerufen, unter anderem aus Sorge vor möglichen Querschlägern. "An den Wegen rund um den See waren keine Hinweise auf eine Jagd angebracht und auch Sperrbänder fehlten", wundert sich Ulrike Holzmüller. Die Bürger und Spaziergänger im unmittelbaren Umfeld nicht zu informieren sei "unverantwortlich".

    Doch dem widerspricht Sebastian Veelken, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes. "Im konkreten Fall hat ein dazu Berechtigter in seinem Revier auf Gänse und Ringeltauben außerhalb der Schonzeit geschossen. Das muss er nicht anzeigen oder noch einmal gesondert genehmigen lassen", sagt der Experte. Ebenso wenig müssten die bejagten Gebiete mit Hilfe von Sperrbändern gekennzeichnet oder gar abgeriegelt werden. "Jäger müssen sich einer harten Prüfung unterziehen, bevor sie von uns als Unterer Jagdbehörde eine Zulassung erhalten. Sie wissen, worauf sie achten müssen, um Spaziergänger oder in der Nähe wohnende Menschen nicht zu gefährden", sagt Veelken.

    Einige Bürger hatten vermutet, der Abschuss solle einem möglichen "Vogelschlag", also der Beschädigung von Flugzeug-Triebwerken durch einzelne Vögel oder Vogelschwärme vorbeugen. Doch darum ging es am Dienstag nicht, wie Flughafensprecher Christian Hinkel gestern sagte. Ein Abschuss von Vögeln komme, wenn überhaupt, nur bei akuter Gefahr für den laufenden Flugbetrieb in Frage. Ansonsten setze der Flughafen, der eine eigene Vogelschlag-Beauftragte und einen Jagdaufseher beschäftigt, auf Präventionsstrategien.

    "Biotop-Management" nennt Hinkel das. So sollen unter anderem lange Gräser und fehlende Beerensträucher Vögel fernhalten. Genauso wichtig: die Vergrämung, also Vertreibung der Vögel mit Hilfe von Schreckschusswaffen und Wanderfalken. Besonders im Frühjahr und Herbst kommen diese Methoden zum Einsatz. Trotzdem gibt es laut Hinkel im Umfeld des Airports pro Jahr bis zu 30 Vogelschläge. "Wir haben nun mal einige Seen in unmittelbarer Nähe zum Flughafen, außerdem dient der Rhein einigen Zugvögeln als Leitlinie." Entscheidend aus Sicht des Unternehmens sei aber, dass so gut wie keiner dieser Vogelschläge zu Schäden an den Flugzeugen geführt habe.

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/kalkum-jaeger-schoss-auf-gaense-und-tauben-aid-1.5256936

  • Jagdkanzel angesägt und umgestürzt!

    Rabiate Jagdgegner in Neukirchen vorm Wald unterwegs?

    Umgestürzte Jagdkanzel

    Polizei sucht unbekannte Täter.

    Unbekannte Täter haben in einem Waldstück im Neukirchener Ortsteil Richting eine Jagdkanzel umgestürzt und damit zerstört. Die Ermittlungen wurden von der Polizeistation Tittling aufgenommen.

    Die erst im März 2015 neu errichtete Jagdkanzel stand im Jagdbereich II von Neukirchen vorm Wald. Im Zeitraum von 13. bis 17. Juli hatten die Täter die vier Holzsteher der Kanzel angesägt und die komplette Kanzel anschließend umgestürzt.

    Der Schaden für die Jagdgemeinschaft beträgt 600 Euro. Sie hat Anzeige erstattet. Jetzt fahndet die Polizei nach den „Wald-Rebellen".

    http://www.wochenblatt.de/nachrichten/passau/regionales/Passau-Jagd;art1173,317835

  • Bremer Aktivist verhaftet


    Tom Strerath für Schutzkampagne von "Sea Shepherd" unterwegs

    Der Bremer Tom Strerath ist offenbar bei den Färöern während eines Einsatzes für die Umweltschutzorganisation „Sea Shepherd“ verhaftet worden. Wie die Organisation, die für öffentlichkeitswirksame Aktionen unter anderem gegen Walfänger bekannt ist, mitteilt, gehört der Bremer Aktivist zur Besatzung des „Sea Shepherd“-Schiffes „Sam Simon“. Den Vorfall, der auf der Homepage der internationalen Vereinigung geschildert wird, bestätigen Manuel Abraas für „Sea Shepherd Deutschland“ sowie Michelle Mossfield, Sprecherin von „Sea Shepherd Global“.

    Überseestadt - Operation Sturmmöwe © CHRISTOPH KELLNER
    Der Bremer Sea Shepherd-Aktivist Tom Strerath ist bei den Färöer Inseln verhaftet worden, heißt es von der Organisation.

    Als die Crew am Montagmorgen in den Gewässern plötzlich viele Sportboote herumfahren sah, vermutete sie demnach, dass eine Grindwaltreibjagd, wie sie in dem Gebiet vielfach durch Einheimische geschieht, beginnen könnte. Strerath und eine weitere Aktivistin seien in einem Beiboot zu Wasser gelassen worden, um mehr in Erfahrung zu bringen. Kurz darauf aber hätten Einsatzkräfte von einem Küstenschutzboot der färöischen Polizei und der dänischen Marine die beiden „Sea Shepherd“-Leute festgenommen und das Boot beschlagnahmt. Später seien Strerath und seine Kollegin freigelassen worden. Ihnen werde vorgeworfen, sie hätten sich entgegen der geltenden gesetzlichen Regelungen der Färöer in dem Jagdgebiet aufgehalten.

    Nach der Schilderung der Meeresschützer habe unter anderem der Kapitän der „Sam Simon“ mehrfach bei Marine und Polizei um Beantwortung der Frage gebeten, ob denn überhaupt eine Grindwaljagd ausgerufen worden war. Die Behörden hätten sich dazu bislang aber nicht geäußert. Für Donnerstag sei nun eine Anhörung der beiden Aktivisten vor Gericht angesetzt, so Abraas. Sie würden durch einen Anwalt der Organisation vertreten.

    Tom Strerath gehörte in Bremen zum Team der Kampagne „Operation Sturmmöwe“, das 2014 die Brut einer Sturmmöwenkolonie im Gebiet der Überseestadt vor Zerstörung schützte.

    „Sea Shepherd“ hatte kürzlich angekündigt, seinen Deutschland-Sitz zum 1. August nach Vegesack zu verlegen

    http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadtreport_artikel,-Bremer-Aktivist-verhaftet-_arid,1171931.html

  • NRW: Die Jäger müssen sich umgewöhnen

    Neukirchen-Vluyn/Kreis

    Neukirchen-Vluyn/Kreis: Die Jäger müssen sich umgewöhnen
    Karl-Heinz Florenz ist seit vielen Jahrzehnten Jäger

    Neukirchen-Vluyn/Kreis. Seit Mai ist das neue NRW-Jagdgesetz in Kraft. Für die Jäger wird vieles komplizierter, Übergangsfristen gibt es kaum. Ein umstrittener Punkt ist beispielsweise die Fallenjagd - auch unter den Mitgliedern des Hegerings Lintfort-Neukirchen. Von Stefan Gilsbach

    Wesel Es hat ihnen nichts genutzt: Auch eine Demonstration von rund 15 000 Jägern gegen das neue Jagdgesetz in NRW hat die Landesregierung nicht umgestimmt, das Vorhaben umzusetzen. Seit Mai ist das Gesetz nun in Kraft. Und die Grünröcke müssen sich in vieler Hinsicht umgewöhnen. "Es gibt fast keine Übergangsfristen", beklagt Alfred Nimphius, der Vorsitzende der Kreisjägerschaft. Daher sollen verstärkt Infoveranstaltungen stattfinden, um die Jägerschaft auf den aktuellen Stand zu bringen.

    Karl-Heinz Florenz, der Europaabgeordnete aus Neukirchen-Vluyn, ist Jäger und leitet auf Ebene des Europäischen Parlamentes auch eine Intergruppe zu diesem Thema. Die Linie, die in NRW beim Thema Jagd gefahren wird, sei schon vergleichsweise restriktiv, meint der CDU-Politiker. Dennoch müssten die Jäger lernen, mit der Zeit zu gehen. "Wir stehen unter einem gewissen Druck, die Gesellschaft verändert sich." Florenz setzt auf vernünftige Öffentlichkeitsarbeit. "Auf diese Weise können wir viele Missverständnisse aus dem Raum schaffen, die über die Jagd kursieren." Etwa die Behauptung, Jäger würden mit Vorliebe streunende Haustiere abschießen. "Ich habe seit rund 40 Jahren den Jagdschein und noch niemals eine Katze geschossen", versichert er.

    Das sagt das neue Jagdgesetz in NRW

    Was liegt den Jägern an den neuen Regeln besonders schwer im Magen? "Die neuen Vorschriften zur Fallenjagd", meint Alfred Nimphius. So müssten die Fallen mit elektronischen Vorrichtungen versehen werden, die dem Jäger auch auf große Entfernung melden, wenn ein Tier in die Falle geraten ist. Und dann müsse er sofort losziehen, und das Tier aus der Falle holen. "Außer vielleicht, es ist nachts um zwei Uhr. Aber tagsüber gilt, dass Sie als Jäger ,ohne schuldhafte Verzögerung', wie es heißt, handeln." Was als Arbeitnehmer ja nicht so einfach ist. "Eigentlich können sich das nur noch Pensionäre leisten."

    Doch warum werden überhaupt Fallen aufgestellt? "Zum Beispiel im Augenblick wegen der Jungfüchse." Diese müssten kurz gehalten werden, weil kleinere Tiere, beispielsweise Vögel, dezimierten, falls man den Bestand nicht kontrolliere, erläutert Nimphius.


    Herbert Bongert aus Rayen ist Grünen-Mitglied und Jäger.

    Herbert Bongert aus Rayen ist Mitglied der Neukirchen-Vluyner Grünen, aber zugleich auch Jäger und Angler. Er ist Mitglied im Hegering Lintfort-Neukirchen, "obwohl ich da nicht sehr aktiv bin. Aber ich halte Kontakt zum Vorsitzenden Marcell Schüren, mit dem ich gut auskomme."

    Als Grünen-Mitglied sieht Bongert manche Punkte anders als seine Jagdkollegen, doch auch mit Mitgliedern seiner Partei stimmt er nicht immer überein. Er kann beispielsweise manche Kritik an dem neuen Gesetz verstehen. "Es hat handwerkliche Mängel, und die Oberverwaltungsgerichte werden da noch nachbessern müssen." Es stecke in manchen Regelungen auch ein gutes Stück Populismus. Aber Bongert stellt auch manche Tradition in Jagdkreisen in Frage. Zum Beispiel zum Thema Fallenjagd. "Dass Bestände kontrolliert werden müssen, ist richtig, bei Füchsen, aber auch bei so genannten Kulturfolgern wie Krähen oder Tauben. Aber es gibt sicher Alternativen zu der Jagd mit Fallen."

     

    Jäger demonstrieren in Düsseldorf 

    Leider sei das Image der deutschen Jägerschaft nachhaltig von den Heimatfilmen der 50er und 60er Jahre geprägt worden, und manche Jagdkollegen hätten wohl immer noch das Gefühl, diesem Bild gerecht werden zu müssen. Von einem militantem Tierschutz hält Herbert Bongert allerdings ebenso wenig: "Man muss die Kirche im Dorf lassen: Tier ist Tier und Mensch ist Mensch."

    Das neue Landesjagdgesetz kann auf der Internet-Seite des Hegerings Lintfort-Neukirchen heruntergeladen werden:

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neukirchen-vluyn/die-jaeger-muessen-sich-umgewoehnen-aid-1.5254244

  • Bambi hat es schwer in Brandenburg

    „Rot ist tot“

    Weil Schonungen nicht mehr durch Zäune geschützt werden sollen, wird in manchen Forstrevieren offenbar radikal Jagd auf Rot- und Rehwild gemacht.

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    Bambi hat es schwer in Brandenburg. Weil Schonungen nicht mehr durch Zäune geschützt werden sollen, wird in manchen Forstrevieren offenbar radikal Jagd auf Rot- und Rehwild gemacht. Dieser Zeitung liegen Protokolle von Besprechungen aus dem ehemaligen Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft vor, in denen es heißt: „Die Jagd ist der Schlüssel für das zukünftige erfolgreiche Wirtschaften und die Erreichung der jagdbaulichen und finanziellen Ziele. Die Produktion von Trophäenträgern und das Aufstellen von Zäunen gehört nicht dazu.“ Geplant sei eine spürbare Senkung von Wildbeständen.

    „Bis vor drei Jahren war Rotwild bei uns tagaktiv, jetzt ist es nur noch in tiefer Nacht, weil im benachbarten staatlichen Revier mit einer Ausnahmegenehmigung Tag und Nacht gejagt wird“, sagt etwa Achim Gasper, der Jagdpächter im Revier Eichholz bei Märkisch Buchholz ist. „Im Landesforst wird alles abgeknallt, was man sich vorstellen kann.“ Es gelte geradezu das Motto: „Rot ist tot.“ Jens-Uwe Schade, Sprecher im Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft, sieht das naturgemäß etwas anders. „Richtig ist, dass der Landesbetrieb Forst Brandenburg schon im Waldprogramm 2011 erklärt hat, dass man langfristig auf Zäune im Wald verzichten will“, sagt Schade auf Nachfrage dieser Zeitung.

    Zwischen Jagdorgie und Wilderlebnisgebiet

    Auch Privatwaldbesitzer, die die Jagd selbst ausüben, erhalten keine Förderung mehr für Wildschutzmaßnahmen. „In den großen Landeswaldflächen, etwa der Ruppiner Schweiz, der Gegend um Halbe, der Schorfheide und dem Spreewald, wird schon heute auf Zäune verzichtet“, sagt Schade. „Um junge Bäume zu schützen, muss dort aber der Bejagungsdruck entsprechend erhöht werden.“Aus Sicht von Wolfgang Bethe, dem Präsidenten des Landesjagdverbands, kommt es beim Thema Jagd vor allem auf die regionalen Gegebenheiten an. In Brandenburg gebe es Gebiete, wo das Rehwild und das Rotwild in zu hohen Beständen vorkomme. Dort müsse der Bestand in einem erträglichen Maß gehalten werden. „Das Problem bei Wildschäden ist aber nicht nur die Höhe des Wildbestands“, sagt Bethe. Es gehe auch um die Störung etwa durch Spaziergänger. Wenn das Wild tagsüber im Wald Schutz suchen muss, und nicht zum Äsen auf Freiflächen treten könne, würden junge Stämme geschält und junge Pflanzen vernichtet. „Das ist ein alter Konflikt zwischen Jagd und Forst“, sagt dagegen Gregor Beyer, der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. „Wenn man einer waldbaulichen Zielsetzung folgt, und Holz produzieren will, ist es am Besten, wenn der Wildbestand so niedrig wie möglich ist – je mehr Wild, desto mehr Pflanzen werden aufgefressen.“ Jägern dagegen verbiete schon die Jagdethik, so viele Tiere wie möglich zu erlegen. „Es kann nicht sein, dass wir alles totschießen, damit der Wald sich so stark verjüngt, wie möglich“, so Beyer. „Es kann aber auch nicht sein, dass wir reine Wilderlebnisgebiete bekommen.“

    http://www.svz.de/bb-uebersicht/bb-politik/rot-ist-tot-id10273466.html

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Ich habe viele Zähne, die machen Sägespäne.
Ich singe, ich singe.

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Haltet die Umwelt sauber!

Karl-Heinz Deschner (ehemaliger Jäger und bekannter deutscher Kirchenkritiker)
Über die Jagd wurde und wird vermutlich noch mehr gelogen als über den Krieg, ...... und über nichts in meinem Leben schäme ich mich so wie über die Tiere, die ich massakrierte. Seit einem halben Jahrhundert vergeht kaum ein Tag, an dem mich das nicht heimsucht, quält.

Jäger sind Mörder!

Ø Nur mit der Waffe ein Revier von wildernden Hauskatzen rein zu halten, ist unmöglich. Trotzdem sind die morgens und abendlichen Ansitze oft erfolgreich. Der Ansitz wird so gewählt, daß wir die Katzen abpassen können, die auf den aus den Orten hinausführenden Feldwegen ins Revier gelangen wollen. Katzen lieben asphaltierte Straßen und glatte Feldwege, Pirschsteige und Feldraine, um besonders bei starkem Taufall "trockenen Fußes" nach Hause zu kommen. Beim Abschuß ist darauf zu achten, daß die landesrechtlichen Gesetze eingehalten werden, denn die Katze muß sich in einer bestimmten Entfernung von der nächsten Behausung aufhalten.
Jäger sind Mörder
Mordfreie Wälder und wildes Leben, sollte es ruhig öfters geben!
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ต่อต้านการล่าสัตว์
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קעגן הונטינג
Ø Einen streunenden Hund gibt es nicht. Ein freilaufender Hund ist ein wildernder Hund, ein Wolf, denn er sucht im Revier weder ein Sofakissen noch einen Schlachterladen, er sucht Wild! Ø Eine Katze ist so schlimm wie fünf Hunde, ein Hund so schlimm wie fünf Füchse." In jedem Fall sind revierende Katzen ein Übel für Niederwild und Singvögel. Ø Der erfahrene Heger wird keinen Schuß auf die Raben- und Nebelkrähe unversucht lassen Ø Weil der größte Teil der wildernden Katzen aus den Dörfern kommt, ist es zweckgemäß, wenn um das Dorf herum ein Fallenring gelegt wird! Behnke, Hans Jäger, zur Jagd und Fang des Raubwildes
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